Pension oder Sitter: Wohin mit dem Haustier im Urlaub?

Wenn Haustierbesitzer in den Urlaub fahren, ist die Frage: Wohin mit dem geliebten Vierbeiner? In Bremen gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir klären die vier wichtigsten Fragen.

Viele Hunde in einer Tierpension
Hundepensionen sind eine Option, seinen Vierbeiner in Obhut zu geben – aber vergleichsweise teuer. Bild: Imago | EPD
Welche Möglichkeiten haben denn Tierbesitzer in Bremen und umzu, um ihr Haustier während des Urlaubs in Obhut zu geben?
Im besten Fall können Nachbarn oder Verwandte die Tiere übernehmen. Das ist natürlich das einfachste. Wenn das nicht geht, gibt es zum Beispiel Tierpensionen. Die werben zum Teil mit richtig viel Luxus: Einem eigenen Tierarzt im Haus zum Beispiel oder sogar mit einer Webcam, damit man seinen Liebling auch im Urlaub sehen kann.
Das klingt nicht ganz billig. Wie viel kostet so etwas?
Das ist je nach Ausstattung ganz unterschiedlich. Man muss aber schon so mit 15 bis 25 Euro pro Tag für einen Hund und zehn bis 15 Euro für eine Katze rechnen. Wnn man dann zehn Tage im Urlaub ist, sind das nochmal 100 bis 250 Euro auf den Urlaubspreis drauf.
Eine andere Möglichkeit sind so genannte Tiersitter. Wie findet man die eigentlich?
Zum Beispiel über besondere Apps wie "Pawshake". Da bieten vor allem Studenten ihre Hilfe an. Man kann aber auch ganz einfach im Netz nach Tiersittern gucken und da wird man auch ganz schnell fündig. Eine richtig gute und günstigere Idee hat das Bremer Tierheim. Die bringen einfach Tierbesitzer zusammen, die sich gegenseitig helfen, sagt Gaby Schwab vom Tierheim:

Die Besitzer und die Hunde lernen sich kennen, und wenn das alles funktioniert, dann betreut der eine mal den Hund und der andere betreut den Hund. Das funktioniert im Großen und Ganzen ganz gut, weil der Hund dann schon die Person kennt und der andere Hund vielleicht sogar sein Freund wird.

Gaby Schwab, Tierheim Bremen
Wie finden die Tiere das, wenn sie ein bis zwei Wochen ganz allein ohne Herrchen und Frauchen sind?
Hunde finden das erstmal nicht so toll. Am besten geht es ihnen in ihrem Rudel – ihrer Familie. Trotzdem kann man das hinbekommen, sagt Gaby Schwab vom Tierheim.

Wenn sie in eine Betreuung kommen, die sie kennen, also wenn man das auf privatem Wege regelt, ist es meistens ganz gut. Dann ist es auch mal ein bisschen abwechslungsreich für sie. In der Hundepension sollte man sich wirklich genau erkundigen, wie die Tiere untergebracht und wie sie tagsüber beschäftigt werden.

Gaby Schwab, Tierheim Bremen
Katzen bleiben am liebsten zuhause in ihrer gewohnten Umgebung. Da wäre es natürlich super, wenn man da Nachbarn hat, die sich kümmern. Am wenigsten Probleme haben damit Exoten wie Schlangen oder Eidechsen, denn die hängen einfach nicht so sehr an ihren Herrchen wie Hunde oder Katzen.

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  • Claudia Scholz

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 13. Juni 2018, 9:20 Uhr