Fahrgastverband kritisiert fehlende neue ICE-Verbindungen in Bremen

Audio vom 12. Oktober 2021
Ein ICE fährt aus dem Bahnhof in Hannover raus.
Bild: Imago | Henning Scheffen
Bild: Imago | Henning Scheffen
  • Neuer Fahrplan der Deutschen Bahn tritt im Dezember in Kraft
  • Bremen geht bei neuen Sprinter-Verbindungen leer aus
  • Fahrgastverband sieht Ziel einer Verdopplung der Fahrgastzahlen bis 2030 in Gefahr

Der Fahrgastverband Pro Bahn in Niedersachsen und Bremen kritisiert den neuen Fahrplan der Deutschen Bahn, der im Dezember in Kraft tritt. Die neuen oder verbesserten Verbindungen würden zu mager ausfallen, teilte ein Sprecher mit. Wenn es in diesem Tempo weitergehe, werde das Ziel einer Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 ganz klar verfehlt.

Ganz leer gehe beispielsweise Bremen aus, es gebe weiterhin keine einzige Sprinter-Verbindung. Auch Hannover bekommt wohl keinen neuen ICE-Sprinter. Und von den neuen Sprintern Berlin bis Köln ohne Halt in Hannover profitiere Niedersachsen nur indirekt. Vermutlich würden einige Reisende von normalen Taktzügen auf die Sprinter umsteigen und somit werde sich die Platzsituation in den Taktzügen leicht entspannen.

Pro Bahn: Fernverkehrsfahrplan biete kleinere Verbesserungen

Der Fahrgastverband forderte weitere Verbindungen zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin mit Halt in Hannover und Wolfsburg. Der derzeitige Stundentakt sei unzureichend. Positiv für Hannover und das Umland sei hingegen die tägliche neue ICE-Direktverbindung über Berlin nach Rügen. Dadurch werde die Fahrt an die Ostsee deutlich komfortabler und attraktiver.

Insgesamt biete der neue Fernverkehrsfahrplan kleinere Verbesserungen. Ein großer Schritt in Richtung Verkehrswende sei das Angebot laut Pro Bahn aber nicht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 11. Oktober 2021, 23:30 Uhr