Großes Bauprojekt startet: So wird der Europahafen aussehen

Etwa 340 Wohnungen, Büros und öffentliche Hallen: Heute war Spatenstich für die Bauarbeiten am Kopfende des Europahafens. Das Aussehen des Areals wird sich stark verändern.

Mehrere Personen stechen mit einen Spaten in Erde.

Die Baupläne in der Überseestadt nehmen weiter Gestalt an. Am Donnerstag geht das Projekt für den Europahafenkopf an den Start. Vier Gebäude mit einer Gesamtfläche von etwa 83.000 Quadratmetern sollen dort laut Plänen des Investors, der Bremer Unternehmensgruppe Zech Group, entstehen.

Zwei davon sind als Wohngebäude gedacht. Hier sollen etwa 340 Wohnungen für rund 500 Menschen entstehen. Von den gesamten 31.000 Quadratmetern Wohnfläche sind 7.000 als öffentlich geförderter Wohnraum geplant.

Hinzu kommt ein Bürogebäude, das größtenteils von der Unternehmensgruppe selbst genutzt werden soll, ein sogenanntes Mobilitätshaus und eine Tiefgarage, die den gesamten Komplex verbinden wird. Eine neue Skyline soll dann zu sehen sein, insbesondere aus Richtung des Europahafens.

Als Erstes werde die Tiefgarage gebaut, teilt das Unternehmen mit. Mehr als 29.000 Quadratmeter Parkplatz sollen dort und im Mobilitätshaus geschaffen werden. Im Erdgeschoss des Bürohauses sind Flächen für Ausstellungen, Gastronomie oder Einzelhandel geplant.

Der Komplex soll auf die vier Bremer Stadtmusikanten verweisen. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro "Cobe Architekten" aus Kopenhagen. Wie auf den Visualisierungen zu sehen ist, sollen rötliche Farben die Gebäude kennzeichnen. Geplant ist auch eine erhöhte Erdgeschosszone. "Wir wollen, dass sich die Menschen im Europahafenkopf in einem bestmöglichen Arbeitsumfeld entfalten können und gleichzeitig wohlfühlen, vielleicht sogar gerne verweilen. Dafür wird es im Areal beispielsweise einen Foodmarket geben", teilte Geschäftsführer und Investor Kurt Zech mit.

Kosten bis zu 300 Millionen Euro

Ob das Bauprojekt den ohnehin schon belasteten Verkehr in der Überseestadt beeinflussen wird, ist noch nicht abzusehen. Noch ist unklar, ob das Baumaterial und die ausgehobene Erde über den Wasserweg transportiert werden können. "Das wird gerade geprüft", sagt der Sprecher des Zech-Group, Holger Römer. Das Becken sei dort nicht sehr tief.

Die Kosten des Projekts belaufen sich nach aktuellen Schätzungen des Unternehmens auf 250 bis 300 Millionen Euro. Fertiggestellt wird der Gebäudekomplex voraussichtlich Anfang 2021.

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  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Februar 2019, 19:30 Uhr