Nach angedrohtem Stellenabbau: Eurogate stellt wieder Personal ein

Nach angedrohtem Stellenabbau: Eurogate stellt wieder Personal ein

Audio vom 22. Juli 2021
Kräne und Container stehen auf einem großen Platz.
Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich
Bild: DPA | Hauke-Christian Dittrich
  • Hafenunternehmen schreibt 48 Stellen aus
  • Im vergangenen Jahr war ein massiver Stellenabbau angekündigt worden
  • Laut einem Unternehmenssprecher hat sich die Auftragslage geändert

Eurogate stockt seine Belegschaft in Bremerhaven auf. Denn an den Kajen staut sich die Arbeit. Das Hafenunternehmen will an der Bremerhavener Stromkaje kurzfristig 48 Van-Carrier-Fahrer neu einstellen. Es müsse auf die veränderte Marktlage reagiert werden, so ein Sprecher. Die Stellen für die Fahrer der Container-Transporter sind laut Eurogate auf zwei Jahre befristet. Die Corona-Pandemie, die Suezkanal-Blockade und der Brexit hätten zu einer ganz neuen Auftragslage geführt.

Warum das Personal nicht flexibel über den zuletzt vor der Pleite geretteten Personaldienstleister der Hafenunternehmen, den Gesamhaftenbetriebsverein GHB, organisiert wird, ließ ein Eurogate-Sprecher offen. Beim GHB waren mehr als 150 Jobs gestrichen worden.

Eurogate hatte im vergangenen Jahr einen massiven Stellenabbau angekündigt. Wie viele Jobs von den rund 4.000 Stellen in Bremerhaven und Hamburg wegfallen sollen, ist noch unklar. Bis zum Jahr 2024 will das Unternehmen die jährlichen Gesamtkosten um 84 Millionen Euro senken. Dazu soll in den kommenden Jahren auch die Automatisierung der Containerterminals vorangetrieben werden.

Rückblick: Sorge um Wettbewerbsfähigkeit: 500 Millionen Euro für Bremer Häfen

Video vom 26. Mai 2021
Ein riesiges Containerschiff an der einer Kaje mit Kränen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Juli 2021, 14 Uhr