Bremer Fotografin gewinnt renommierten "World Press Photo Award"

  • AWI-Mitarbeiterin Esther Horvath für Foto der Mosaic-Expedition ausgezeichnet
  • Verleihung fand wegen Corona-Pandemie per Videokonferenz statt
  • Bild wird in weltweiter Ausstellung zu sehen sein
Video vom 25. März 2020
Eine Aufnahme der Fotografin Esther Horvaths, auf dem eine Eisbärin und ihr Junges zu sehen sind.
Bild: AWI/Esther Horvaths
Bild: AWI/Esther Horvaths

Schon über die Nominierung hatte sich Esther Horvath wahnsinnig gefreut, nun ist es amtlich: Die Fotografin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven hat den renommierten "World Press Photo Award" gewonnen. In der Kategorie "Umwelt/Einzelbild" landete sie auf dem ersten Platz.

Diesen Preis zu gewinnen, war immer ein Traum für mich. Er ist nicht nur eine Anerkennung, ich sehe diesen Preis als Ergebnis der wunderschönen Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut und der Mosaic Expedition. Dafür bin ich sehr dankbar.

Esther Horvath, Fotografin
Eine Frau steht in einer roten Jacke mit Kopflampe und Kamera im Schnee.
Bei ihrer Arbeit in der Arktis muss sich Esther Horvath warm anziehen. Bild: Alfred-Wegener-Institut | Jakob Stark

Ihr Foto zeigt eine Eisbärin und ihr Junges, die neugierig die Ausrüstung der Forscher der "Mosaic"-Expedition in der Arktis untersuchen. Die Bremerin, die aus Ungarn stammt und erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt, begleitet die Polarregion bereits seit 2015 fotografisch. Ihr Foto wird nun Teil der weltweiten "World Press Photo"-Ausstellung, die unter anderem in Oldenburg zu sehen sein wird.

Ungewöhnliche Preisverleihung

Eigentlich sollte es am Donnerstagabend eine große Preisverleihung im Rahmen des "World Press Photo Festivals" in Amsterdam geben. Aber die Corona-Pandemie machte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Somit wurden die Gewinner in einer Videokonferenz bekanntgegeben.

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Für Esther Horvath änderte sich dadurch aber nicht viel: Die 41-Jährige hätte sowieso nicht persönlich an der Verleihung teilnehmen können, da sie dann eigentlich wieder an Bord der "Polarstern" gewesen wäre. Eine Freundin sollte für sie zur Preisverleihung fahren. Aber auch Horvaths Rückkehr ins Eis fiel der Pandemie zum Opfer und musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden. So konnte sie die Bekanntgabe der Sieger am späten Donnerstagabend im Internet verfolgen.

So entstand das Foto

Eines Abends nach dem Abendessen, ganz am Anfang der Expedition im vergangenen Oktober, sichtete ein Crew-Mitglied Eisbären neben der "Polarstern". Mit zwei Kameras ausgerüstet eilte Esther Horvath herbei. Die Eisbärin und ihr Nachwuchs kamen ganz nah an das Schiff heran. Nur etwa 30 Meter waren die neugierigen Eisbären von der "Polarstern" entfernt, schätzt die Fotografin. Das Foto erschien dann in der "New York Times".

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Autorin

  • Sonja Harbers Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 17. April 2020, 7 Uhr

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