"PS-Protze" in Bremen: Polizei knöpft sich Raser und Tuner vor

  • Neue Einsatzgruppe ist seit dem Sommer im Einsatz
  • Über 100 Mal Verwarn- oder Bußgeld verhängt
  • Auch illegale Rennen gestoppt
Ein Polizist winkt einen Verkehrsteilnehmer heraus
In 100 Fällen wurden Verwarn- und Bußgelder gegen "PS-Protze" verhängt.

Knapp 160 Mal ist die Bremer Polizei in den Sommermonaten gegen Auto- und Motorrad-Raser in der Stadt vorgegangen. Das ist die vorläufige Bilanz der neuen Kontrollgruppe gegen so genanntes "Posing" von Fahrern PS-starker Fahrzeuge. An 29 Tagen waren die Beamten zwischen Juni und September demnach im Einsatz.

100 Mal verhängten die vier speziell ausgebildeten Polizisten Verwarn- oder Bußgelder gegen "PS-Protze" und leiteten zahlreiche Strafverfahren ein. Darunter wegen illegaler Rennen, wegen Nötigung im Verkehr oder wegen fehlender Führerscheine. Manchmal untersagten die Beamten die Weiterfahrt nach technischen Manipulationen an den Fahrzeugen. Manchmal forderten sie Motorradfahrer an Ort und Stelle auf, die Schalldämpfer am Auspuff wieder einzubauen. Unnützes Hin-und Herfahren, Geschwindigkeitsverstöße sowie übermäßiges Beschleunigen und Lärmbelästigung machten die meisten Verstöße aus, zeigen die Zahlen. Immer wieder im Fokus der Beamten: Die Diskomeile am Bahnhof.

Neue Technik "Lärm-Blitzer" noch nicht im Einsatz

Die Einsatzgruppe will auch weiter gegen aggressives Verhalten im Verkehr vorgehen. So genannte "Lärm-Blitzer" kommen bei den Kontrollen nicht zum Einsatz, sagt die Verkehrspolizei. Die Systeme sind noch zu unausgereift. Die Innenpolitiker der Bürgerschaft wollen sich am Donnerstag bei ihrer Deputationssitzung mit dem Bericht befassen.

Rückblick Juni 2016: Motorradraser in Bremen

kaputtes Motorrad auf einem Abschleppwagen
Bild: Nonstop News

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 4. November 2019, 14 Uhr