Ernteausfall: Sind Subventionen für die Bauern die Lösung?

Hitze, kein Regen, kaum Ernte: Bremer Landwirte haben Existanzängste. Frank Imhoff hofft auf den Dürre-Gipfel und Subventionen. Doch es gibt auch andere Ideen.

Ein Trecker mit einer Landmaschiene auf einem Feld

Statt saftig grüner Pflanzen weit und breit nur vertrocknetes Getreide: Die andauernde Dürre hat die Felder vieler Bauern zerstört. Ein Teil der Landwirte fürchtet um seine Existenz. "Wir haben gerade eine Extrem-Wetterlage", sagt der Bremer Landwirt und CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Frank Imhoff zu buten un binnen. Eine so lange Zeit ohne Niederschlag habe es noch nicht gegeben.

Landwirte sind dafür bekannt, dass sie schnell stöhnen. Aber jetzt trifft es sie wirklich hart.

Frank Imhoff, Landwirt

Laut Deutschem Bauernverband sind eine Milliarde Euro nötig, um von Hitze und Trockenheit verursachte Ernte-Ausfälle auszugleichen. Imhoff hofft nun auf den sogenannten Dürre-Gipfel am Dienstag in Berlin – also auf Subventionen. Er brauche dringend Futter für seine Milchkühe. Denn der eigene Mais sei verdorben, woanders sei auch nicht viel zu holen.

Welche Hilfen die Landwirte bekommen können, darum soll es bei dem Gipfeltreffen mit Vertretern von Bund und Ländern in Berlin gehen. Die Minister wollen über die Folgen der Hitze und Dürre sprechen, Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Witterungsschäden.

Auch im Bremer Umweltressort setzt man auf das Spitzentreffen in der Hauptstadt. "Am Ende wird man den Bauern helfen müssen", sagte Staatsrat Ronny Meyer. Das könnten zum Beispiel Steuererleichterungen oder Direktzahlungen sein. Konkrete Pläne lägen allerdings noch nicht vor.

Biobäuerin Johanna Boese-Hartje von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft sieht das anders. Sie fordert ein grundlegendes Umdenken, wie sie im Studio von buten un binnen erklärte.

Es handelt sich um einen Systemfehler. Landwirte müssen immer billiger produzieren und können daher für Notfälle keine Rücklagen bilden.

Johanna Boese-Hartje, Biobäuerin

Boese-Hartje fordert, die Preise für die Verbraucher zu erhöhen. Diese Erhöhung solle an die Bauen weitergegeben werden. Gerade in der aktuellen Situation sei eine Preissteigerung dringend erforderlich. Dann sei eine Milliardenhilfe nicht mehr nötig.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 30. Juli 2018, 19:30 Uhr