Bremer Drogenkurier muss für 6 Jahre ins Gefängnis

Bremer Drogenkurier muss für sechs Jahre ins Gefängnis

Audio vom 17. September 2021
Ein Mann hält sich eine Zeitung vor das Gesicht.
Bild: Radio Bremen | Wolfgang Loock
Bild: Radio Bremen | Wolfgang Loock
  • 39-Jähriger war mit Drogen im Wert von 14 Millionen Euro erwischt worden
  • Verurteilung nur wegen Beihilfe
  • Staatsanwaltschaft hatte elf Jahre Haft gefordert

Ein 39-jähriger Bremer muss wegen Beihilfe zum Drogen-Schmuggel für sechs Jahre ins Gefängnis. Am Freitag hat das Landgericht Bremen sein Urteil gefällt. Die Polizei hatte im Juli vergangenen Jahres 206 Kilogramm Kokain versteckt in acht Sporttaschen im Auto des Angeklagten gefunden. Die Drogen sollen laut Staatsanwaltschaft aus Südafrika stammen und über den Hafen in Bremerhaven ins Land geschmuggelt worden sein.

Weil das Gericht nicht klären konnte, ob der Angeklagte eine entscheidende Rolle in dem Drogen-Schmuggel gespielt hat, wurde er wegen Beihilfe verurteilt. Der Mann hatte beteuert, nur 3.000 Euro für die Kurier-Fahrt bekommen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert.

Zeuge hatte die Polizei alarmiert

Der Mann war im vergangenen Jahr geschnappt worden, weil ein Zeuge den Coup beobachtet hatte: Der Lkw-Fahrer hatte im Hafen gesehen, wie mehrere Personen das Kokain aus einem Container holten. Die Täter hatten den Zeugen bemerkt, ihn mit einer Waffe bedroht und festgehalten, bis die Drogen verladen waren. Dann konnte der Zeuge schließlich die Polizei rufen, die den 39-jährigen Bremer auf der A27 stoppen konnte. Gegen drei mutmaßliche Mittäter laufen gesonderte Verfahren.

So läuft der Kokain-Schmuggel

Video vom 20. Dezember 2018
Illegales Schmuggeln von großen Mengen Kokain im Hafen von Bremerhaven
Bild: Radio Bremen/OpenStreetMap
Bild: Radio Bremen/OpenStreetMap

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Dieses Thema im Programm: Bremen Next, Next am Nachmittag, 19. September 2021, 15:40 Uhr