Haben Mitarbeiter Nordenhams Steuergelder in Greensill Bank versenkt?

Audio vom 8. September 2021
Ein transparentes Schild mit grüner Schrift zeigt den Namen Greensill Bank.
Bild: DPA | Sina Schuldt
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Mitarbeiter Nordenhams sollen Geld bei Greensill angelegt haben
  • Verfahren soll klären, ob sie dafür bestraft werden können
  • Sicherung für Geldanlagen bei der Bank ist 2017 weggefallen

Die Stadt Nordenham hat Disziplinarverfahren gegen drei ihrer Mitarbeiter eingeleitet. Hintergrund ist der Verlust von mehr als 13 Millionen Euro bei der inzwischen insolventen Bremer Greensill Bank. Der Landkreis Wesermarsch hatte in seinem Prüfbericht Verstöße gegen das kommunale Haushaltsrecht in Zusammenhang mit den Geldanlagen bei der Greensill Bank festgestellt.

Unter anderem soll das Bargeld der Stadt, das für Kanalarbeiten gedacht war, noch zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 bei Greensill angelegt worden sein, obwohl die Sicherung von Einlagen für Kommunen bereits 2017 bei der privaten Bank weggefallen war. Und es geht um eine Kreditaufnahme für Bargeld, die offenbar nicht nötig war. In dem Disziplinarverfahren muss jetzt geklärt werden, ob die drei städtischen Mitarbeiter fahrlässig gehandelt haben.

Rückblick: Nordenham verliert 13 Millionen Steuergelder

Video vom 19. März 2021
Ein Luftbild von Nordenham.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 8. September 2021, 8 Uhr