Sind höhere Benzinpreise gerecht? Nicht in den Augen der Bremer FDP

Audio vom 4. Juni 2021
Eine Hand hält eine Tankpistole in den Zapfstutzen ihres Autos.
Bild: DPA | imageBROKER
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  • Grünen-Vorsitzende Baerbock fordert höheren Benzinpreis
  • Bremer Grüne und Linke unterstützen Barbocks Vorstoß
  • SPD, CDU und FDP sehen höheren Benzinpreis kritisch

Nach dem Start der Debatte im Bund über höhere Benzinpreise gibt es auch in der Bremer Politik eine Kontroverse. Die FDP hält den Vorschlag der grünen Bundesvorsitzenden Annalena Baerbock für "unsozial" und fordert eine Benzinpreisbremse. Die Bremer Grünen verteidigen die Absicht dagegen.

Um die Klimaziele einhalten zu können, müsse die Gesellschaft aufhören, Energie mit fossilen Brennstoffen zu erzeugen, heißt es vom Landesvorstand der Bremer Grünen und aus der Fraktion. Bremens Umwelt- und Klimaschutzsenatorin Maike Schaefer, ebenfalls von den Grünen, setzt auf einen massiven Ausbau des Öffentlichen Personnennahverkehrs (ÖPNV). Zudem wollen die Grünen mit einem sogenannten Energiegeld höhere Kosten für Benzin ausgleichen. Davon sollen vor allem Menschen mit niedrigerem Einkommen profitieren.

Linke, CDU und SPD fordern Ausbau des ÖPNV

Für die Bremer Linke ist teureres Benzin eine logische Konsequenz aus höheren Kosten für CO2-Ausstoß. Es sei wichtig, dass diejenigen unterstützt würden, die wenig Geld haben, aber aufs Auto angewiesen sind. Ebenso wie die Linke fordern SPD und CDU den ÖPNV auszubauen.

SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör bezweifelt allerdings, dass teurer Sprit zu einem anderen Fahrverhalten führt. Bremens CDU-Chef Carsten Meyer-Heder erwartet zwar mittel- und langfristig steigende CO2-Preise auch im Verkehrsbereich, meint aber, dass höhere Benzinpreise gegenwärtig für viel Frustration sorgen würden.

Rückblick: So reagiert Bremen auf Baerbocks Kanzlerkandidatur

Video vom 19. April 2021
Die Grünen-Politikerin Annalena Baerboch während einer Pressekonferenz.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. Juni 2021, 9 Uhr