Discgolf-Boom: In Bremerhaven fliegen immer mehr bunte Scheiben

Ein Mann steht neben einem Korb und hält eine Scheibe in der Hand.
Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky
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Einige Sportarten waren in den vergangenen Monaten nicht möglich – eine erlebte aber in Bremerhaven einen regelrechten Boom: Viele entdeckten Discgolf für sich.

Ein Mann wirft eine Scheibe.
Discgolf kommt aus den USA. Dort spielt man es seit den 70er-Jahren. 1979/80 bildeten sich in Deutschland erste Discgolf-Gruppen. Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky

Immer öfter sieht man bunte Scheiben durch den Bremerhavener Bürgerpark fliegen. Immer mehr Menschen spielen Discgolf. "Weil man das auch in der Hochphase der Pandemie noch machen konnte, während alle anderen Sportarten noch untersagt waren, konnte man zumindest noch auf der Discgolf-Anlage zu zweit unterwegs sein", sagt Martin Pries von den Albatrossen, dem Bremerhavener Discgolf-Verein. Den gibt es schon seit 2017, er hatte aber noch nie so einen großen Zulauf, sagt Pries. Das sei sogar so weit gegangen, dass es schwer ist, neues Equipment zu besorgen: "Die Stores, die Shops sind leergekauft."

20 Bahnen gibt es im Bürgerpark

Bunte Scheiben stecken in einer roten Tasche, die auf einer Bank steht.
Auf die Wahl der richtigen Scheibe kommt es an. Bild: Radio Bremen | Patrick Florenkowsky

Discgolf wird ähnlich gespielt wie das klassische Golf. Statt aber mit einem Schläger Bälle in Löcher zu befördern, werfen die Golfer ihre Discs – oder auch Frisbees – in Fangkörbe aus Metall. Ziel ist es, die verschiedenen Bahnen mit möglichst wenig Würfen zu absolvieren. 20 Bahnen sind im Bürgerpark angelegt, die Längen variieren von rund 50 bis 140 Metern. Genau wie beim klassischen Golf, bei dem verschiedene Schläger in unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden, gibt es beim Discgolf verschiedene Scheiben, die sich in ihrem Flugverhalten unterscheiden.

Wer den Sport testen möchte, aber nicht an Equipment kommt, der kann das Material auch beim Verein leihen. Und dann fehlt neben Geschicklichkeit nur noch eines, sagt Martin Pries: "Das Setting muss passen, gutes Gefühl, gute Stimmung."

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Autoren

  • Patrick Florenkowsky
  • Sonja Harbers Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Next, Next am Nachmittag, 10. Juni 2021, 16:20 Uhr