5 super erfolgreiche Bremer, die in Bremen kaum einer kennt

Sie sind in der Welt ganz groß rausgekommen. Einige von ihnen zieht es auch immer mal wieder zurück nach Bremen und Bremerhaven. Wen hätten Sie erkannt?

Eine große Gruppe Pressefotografen an einem Roten Teppich.
Mikis Weber, Atiye Deniz, David Kotowski, Volker Engel und Pascal Schroth stehen öfter mal im Blitzlichtgewitter – allerdings nicht in ihrer Heimat Bremen. Bild: DPA | Sebastien Nogier / EPA

1 Rapper Mikis: Erst ein freiwilliges Jahr, dann Superstar in Myanmar

Rapper Mikis Weber aus Bremen lehnt an einer Wand in Myanmar
Der 28-jährige Mikis aus Bremen ist als deutscher Auswanderer in Myanmar zum Superstar geworden. Bild: Mikis Weber

Mikis Weber ging mit 20 Jahren im Rahmen eines Freiwilligendienstes an die thailändische Grenze von Myanmar. Heute ist er 28 und ein Superstar in dem südostasiatischen Land – als Rapper, Schauspieler und Werbe-Ikone. Mit seinen Songs in der Landessprache Burmesisch stürmte er die Herzen der Menschen und kann inzwischen kaum mehr auf die Straße, ohne dass sich eine Menschentraube um ihn versammelt. Doch Selfies macht er gerne mit seinen Fans, denn die Menschen in Myanmar sind der Grund dafür, warum er sich damals für ein freiwilliges Jahr entschied und was ihn dazu gebracht hat, dort zu bleiben. Eigentlich wollte er beim Goethe-Institut arbeiten und nebenbei Musik machen. Doch die Kunde von seinem Talent erreichte schließlich auch den Botschafter, der ihn als Main-Act für eine Veranstaltung engagierte. Das war der Beginn der großen Karriere des Bremers, den in seiner Heimatstadt wohl kaum einer kennt.

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2 Sängerin Atiye: Mit Bremer Abi zur Musik-Karriere in der Türkei

Eine junge Frau schaut zur Seite
Im Februar 2018 trat Atiye auch live im Bremer Schlachthof auf.

In Bremen geboren und zur Schule gegangen – dann in der Türkei zum Superstar geworden: Als Atiye Deniz ihren ersten Hit in der Türkei hatte, war sie gerade einmal 17 Jahre jung und machte am Gymnasium in Horn gerade ihr Abitur. Damals sang sie auf Englisch, hat dann ins Türkische gewechselt und damit begann eine große Karriere.
Man soll ja vorsichtig sein mit Begriffen wie "Superstar". Aber für Atiye trifft das tatsächlich zu. In der Türkei hat sie als Popsängerin viel erreicht: 2001 bekam Atiye den MTV Award als "Beste türkische Künstlerin", sie hatte Fernsehauftritte in allen wichtigen Musikshows und viele Millionen Klicks für ihre Internet-Videos. Nach Bremen zieht es sie immer wieder zurück, wo sie nach wie vor einen Wohnsitz hat.

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3 Designer David: Erfolg mit den Füßen von Lady Gaga

David Kotowski aus Bremerhaven hat sein Modedesign-Diplom auf den Spuren seiner Eltern in Krakau gemacht und hat inzwischen ein Design-Studio in Bremerhaven, wo er an seinen Kollektionen arbeitet. Er will mit seinem Label "Didaldi" eine Weltmarke werden und hat den Grundstein dafür schon einmal gelegt: US-Sängerin Lady Gaga ist nicht nur in Hinblick auf ihr Motto "Sei so, wie du bist" sein großes Vorbild. Sie hat auch bereits werbewirksam seine Schuhe getragen. Mittlerweile erhält der 23-Jährige Anfragen aus aller Welt und hofft, dass auch Persönlichkeiten wie Drake oder Jay-Z einmal etwas von ihm tragen.

4 Volker Engel: Wenn die Welt untergeht, lässt er es wenigstens gut aussehen

Volker Engel, Spezialist für visuelle Effekte
Ein Bremerhavener in Hollywood: Volker Engel. Bild: DPA | Horst Ossinger

Der geborene Bremerhavener Volker Engel ist ein deutscher Visual-Effects-Supervisor und Filmproduzent, der vor allem bekannt ist für seine Arbeit für Filme von Star-Regisseur Roland Emmerich. Er wirkte unter anderem bei "2012 – Das Ende der Welt" oder "Godzilla" mit. Für seine Effekte in dem Film "Independence Day" gewann er 1997 sogar einen Oscar. Seine Lieblings-Anekdote: Wie er mit Emmerich im Restaurant darüber sinnierte, welche Gebäude sie in die Luft sprengen wollen – inklusive des Weißen Hauses. Und sie plötzlich die verängstigten Blicke der Tischnachbarn bemerkten.

5 Boxer Pascal: In Thailand bricht ihm der Erfolg das Genick

Pascal Schroth ist als Thaibox-Weltmeister im thailändischen Phuket weit von seiner Heimat Bremerhaven entfernt. Zwar hat er in Deutschland seine ersten Schritte im Sport gemacht, jedoch hat er in Thailand die besten Trainingsbedingungen und kann seinem Sport in Vollzeit nachgehen. Von den Einheimischen wird der 25-Jährige nur "The German" genannt. Bei einer Horrorverletzung im Jahr 2018 hätte der damals 24-Jährige beinahe sein Leben verloren: Schroth hatte sich den fünften Halswirbel gebrochen und befindet sich derzeit im Genesungsprozess. Und sobald er wieder fit ist, will er an seinem Comeback arbeiten.

Horror-Verletzung: Thaiboxer erleidet Halswirbelbruch

Thaiboxer Pascal Schroth sitzt auf einem Sofa, er trägt eine Schiene wegen einer Wirbelsäulenverletzung.

Mehr zum Thema:

  • Max Kleine-Boymann
  • Annelie Sturhann

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier läuft, 22. März 2019, 12:45 Uhr