1.500 Menschen demonstrieren in Bremen für Subkultur-Szene

  • Zu Elektro-Musik zogen die Demonstranten durch das Viertel zum Marktplatz
  • Kulturnetzwerk "Zucker" wartet seit Jahren auf Veranstaltungsraum
  • Kulturschaffende wünschen sich mehr Geld und feste Ansprechpartner
Ein selbstgebasteltes Schild mit den Worten "Ich bin Zucker" darauf, welches auf einer Demonstration hochgehalten wird

In der Bremer Innenstadt haben am Sonnabend rund 1.500 Menschen für mehr Unterstützung für Subkultur in Bremen demonstriert. Die Teilnehmer zogen durch das Viertel bis zum Marktplatz. Dort gab es am Abend eine Abschluss-Kundgebung.

Der Bremer Kultur Verein "Zucker“ hatte den Demo-Rave organisiert. Die Kulturmacher suchen nach eigenen Angaben seit sechs Jahren erfolglos ein eigenes Veranstaltungszentrum. Sie fühlen sich von der Politik im Stich gelassen.

Laut Grünen-Politikerin Kai Wargalla sind alle offiziellen Beschlüsse positiv beschieden worden. Doch es gäbe immer wieder Verzögerungen. Das Kollektiv spreche zu Recht von einer "Hinhaltetaktik". Zucker selbst schrieb in seinem Aufruf zur Demonstration, die Baupläne lägen auf dem Tisch, das notwendige Geld sei da. Doch "in der Bremer Verwaltung und bei der Wirtschaftsförderung Bremen werden unsere Anliegen verschleppt und unser Projekt mit den absurden Hebeln der Bürokratie verunmöglicht".

Straßenbahnen stauen sich im Viertel

Darüber hinaus fordert das Netzwerk ebenfalls eine feste Bleibe für das Irgendwo-Festival, das derzeit eine Brache in der Nähe des Flughafens bespielt. Auch dort ist es zum Konflikt mit Anwohnern gekommen.

Wegen der Demonstration kam es am späten Nachmittag zwischenzeitlich zu starken Verkehrsbehinderungen. Mehrere Straßenbahnen saßen in der Straße "Am Dobben" fest und kamen nicht weiter.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 9. Juni 2018, 11 Uhr