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Datenschutzskandal: Bremer Polizei speicherte weitere Daten zu Unrecht

Datenschutzskandal bei der Bremer Polizei wohl größer als gedacht

Video vom 10. August 2021
Eine KI-Wissenschaftlerin des Landeskriminalamt Niedersachsen arbeitet an Computerbildschirmen und programmiert Lösungen mit Künstlicher Intelligenz zum Auffinden von zum Beispiel kinderpornografischen Inhalten im Internet.
Bild: DPA | Julian Stratenschulte
Bild: DPA | Julian Stratenschulte
  • Daten aus der Vorgängerdatenbank ebenfalls bislang nicht gelöscht
  • Bremer Polizei räumt das gegenüber Landesdatenschutzbeauftragten ein
  • Stellungnahme von der Polizei wird für Mittwoch erwartet

Der Datenschutzskandal bei der Bremer Polizei ist größer als bislang gedacht. Die Landesdatenschutzbeauftragte erklärte gegenüber buten un binnen, dass nicht nur Daten aus der aktuellen Polizeidatenbank "@rtus" längst hätten gelöscht werden müssen. Schwerer wiege fast noch, dass auch die Daten aus der Vorgängerdatenbank "ISA-Web" bislang nicht gelöscht wurden. Nach der buten un binnen-Berichterstattung habe sie einen entsprechenden Hinweis erhalten. Die Bremer Polizei habe die nicht gelöschten ISA-Web-Daten ihr gegenüber bereits eingeräumt.

Nach buten un binnen-Informationen geht es in beiden Fällen um Hunderttausende zu Unrecht nicht gelöschte Daten von Bremerinnen und Bremern. Die Landesdatenschutzbeauftragte hat sowohl die Datenschutzverstöße in "@rtus", als auch in "ISA-Web" offiziell bei der Polizei beanstandet. Eine Stellungnahme der Polizei gegenüber der Datenschutzbeauftragten wird für Mittwoch erwartet.

Bremer Polizei hortet offenbar illegal Daten

Video vom 21. Juli 2021
Eine Eingabe in einem Computerprogramms, die personenbezogene Daten zeigt.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. August 2021, 19:30 Uhr