Neuerungen: Das ändert sich 2018 in Bremen

Die Tickets für Busse und Bahnen im VBN-Bereich werden teurer, für Strom und Erdgas sinken dagegen die Preise. Diese Änderungen zum neuen Jahr sollten Sie kennen.

Eine auf einem roten Kissen gelegte Glaskugel mit der Zahl "2018" darinstehend.

Jeder Jahreswechsel bringt Gewinner und Verlierer mit sich: Es gibt neue Gesetze, Gebühren werden angehoben oder gesenkt, und als Bürger hat man plötzlich ganz andere Pflichten als noch im Jahr zuvor. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen in Bremen.

1 Bus- und Bahnfahren wird teurer

Die Fahrkarten im VBN-Bereich werden im Schnitt um 2,1 Prozent teurer. Für Einzelkarten macht das einen Unterschied von fünf Cent. Eine Standard-Fahrkarte für Bus oder Bahn kostet dann in Bremen 2,80 Euro und in Bremerhaven 2,50 Euro.

2 Alkoholfreie Zone in Regionalzügen

Das war's mit dem Feierabend-Bierchen. Ab Januar gilt auch in allen Regio-S-Bahnen, die zwischen Bremerhaven, Bremen-Farge, Twistringen, Verden, Oldenburg, Bad Zwischenahn und Nordenham fahren, ein strenges Alkoholverbot. In Zügen zwischen Osnabrück, Bremen, Wilhelmshaven und Esens gilt das schon seit Ende 2016. Durch das Verbot soll es in den Zügen sauberer, leiser und – laut Nordwestbahn – für alle Reisenden "angenehmer" werden. Die Deutsche Bahn teste auf dem regionalen Expresskreuz zwischen Norddeich, Hannover, Osnabrück und Bremerhaven ebenfalls ein Alkoholverbot.

3 Identifikationsnummer für Hort-Kinder

Alle Kinder, die am Nachmittag außerhalb der Schule betreut werden, bekommen jetzt schon vor dem dafür nötigen Anmeldeverfahren eine Nummer. Die sogenannte Betreuungskennziffer soll helfen, das Zusage-Verfahren zu verbessern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:

4 Weniger Schnee schippen, dafür Unkraut jäten

Gute Nachrichten für Anlieger bei Schnee und Eis: Bereits seit Mitte Dezember muss nur noch ein eineinhalb Meter breiter Weg freigeräumt werden – bisher waren es drei Meter. Neu ist dagegen, dass auch Gras und Unkraut vom Gehweg entfernt werden müssen – und zwar das ganze Jahr über. Auch Fast-Food-Restaurants, Dönerbuden oder Kaffeebuden werden in die Pflicht genommen: Sie müssen 20 Meter rund um ihren Betrieb die Gehwege frei von Alufolie, Tüten oder Einwegbechern halten.

5 Digitale Coupons für den Gelben Sack

Das Abfuhrunternehmen RMG holt ab dem 1. Januar in Bremen die Gelben Säcke ab. Neu dabei: Die Coupons gibt es nach einer Übergangsphase ab April 2018 dann nur noch in digitaler Form im Internet oder als Code, der telefonisch angefordert werden kann. Ausführliche Informationen finden Sie hier:

6 Neue Rechte in der Pflege

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen werden ab 2018 besser geschützt. Die Wohn- und Betreuungsaufsicht kann dann auch ambulante Pflegedienste kontrollieren, die in stationären Einrichtungen tätig sind. Das war bisher nicht möglich. Pflegeeinrichtungen müssen ein Gewaltschutzkonzept erstellen und Hospizdienste haben Zugang zu den Einrichtungen. Bewohner haben außerdem das Recht auf eine kultursensible Pflege und können sich auch wünschen, von gleichgeschlechtlichem Personal gepflegt zu werden.

7 Strom und Erdgas werden günstiger

swb-Kunden zahlen ab Februar für Strom 1,2 Cent pro Kilowattstunde weniger, bei Erdgas sind es 0,2 Cent. Außerdem sinkt beim Strom der monatlich fällige Grundpreis um 80 Cent. Wie groß die Ersparnis im gesamten Jahr dann tatsächlich ist, hängt vom eigenen Verbrauch ab. An welchen Stellen Sie sparen können, lesen Sie hier:

8 Gewerbesteuer steigt

Auf zwei Jahre befristet erhöht sich der Hebesatz bei der Gewerbesteuer von aktuell 460 Prozent auf 470 Prozent. Der Hebesatz ist der Faktor, mit dem der Steuermessbetrag multipliziert wird, um die Steuerschuld zu berechnen.

9 Citytax wird erhöht

Ab Mitte des Jahres müssen Touristen in Bremen und Bremerhaven mit höheren Kosten in Hotels und anderen Unterkünften rechnen. Die sogenannte Citytax wird ab Juli mit 5 Prozent auf den Übernachtungspreis aufgeschlagen. Bislang sind je nach Art der Herberge nur ein, zwei oder drei Euro pro Nacht fällig. Das Land Bremen verspricht sich davon eine Verdoppelung der Einnahmen auf etwa fünfeinhalb Millionen Euro jährlich.

  • Angela Weiß

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Dezember 2017, 19:30 Uhr