Infografik

Infizierten-Statistik aus Bremen: Wer fängt sich den Virus ein?

Mehrere hundert Menschen haben sich in Bremen und Bremerhaven mit dem neuen Virus angesteckt. Dabei reicht das Alter der Fälle von drei bis 94 Jahre.

Mit einem Abstrichstäbchen nimmt Maximilian Schilling vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine Proben im Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Tests auf das Coronavirus werden auch vor der Entlassung aus dem Krankenhaus gemacht. Bild: DPA | Jens Büttner/ZB

Am 29. Februar gab es im Land Bremen den ersten bestätigten Fall einer COVID-19-Erkrankung. Eine Frau war aus dem Iran zurückgekommen und hatte sich selbst mit leichten Symptomen im Klinikum Bremen-Mitte gemeldet. Inzwischen ist ein guter Monat vergangen und die Zahl der Menschen, die sich mit dem neuen Virus angesteckt hat, steigt auch im Land Bremen weiter an.

Flagge_Bremen_Kreis
  • +24

  • Abnehmend
  • Bremen

    12

    Bremerhaven

    11
    • 270
    • 1.062
    • 40
    • 1.372
  • Quelle: Gesundheitsbehörden der Bundesländer. Bremen (Stand: 28.05. 14:00 Uhr).

Hinweise: a) Tägliche Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag b) Entwicklung der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage im Vergleich zur Woche davor. c) Bestätigte Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner. Ab 50 Fällen sind wieder regionale Maßnahmen zur Eindämmung gefordert.

Jüngster Infizierter ist dreijähriges Kind

In Bremen und Bremerhaven sind mehr Männer als Frauen betroffen. Ein Trend, der sich auch auf Bundesebene zeigt. Besonders betroffen sind Menschen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren und in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen. Ein Überblick:

  • Mehr Männer (54,4 Prozent) als Frauen (45,6 Prozent) sind betroffen. Diese Verteilung entspricht in etwa der des RKI (Männer: 53 Prozent, Frauen: 47 Prozent).
  • Die Hälfte der Infizierten ist jünger als 48 Jahre, die andere Hälfte älter. Das entspricht dem Altersmedian der Fälle in Deutschland.
  • Der jüngste Coronainfizierte im Land Bremen ist ein dreijähriges Kind. Die älteste Person ist 94 Jahre alt.
  • Vier von fünf Infizierten (79,5 Prozent) sind zwischen 25 und 69 Jahren alt.
  • Am stärksten betroffen ist die Altersgruppe 50 bis 59 Jahre (21,8 Prozent. Danach folgt die Altersgruppe 30 bis 39 Jahre (18,2 Prozent).

(Quelle: Gesundheitsbehörde Bremen, Stand: 30. März 2020)

Was sind die häufigsten Symptome der Corona-Fälle in Deutschland?

Eine Grafik die anhand von Piktogrammen darstellt, welche Symptome Infizierte aufweisen. Klic k en Sie auf die o r angenen Objekte für weite r e Informationen. 23% Schnup f en 2% entwic k elten eine L ungenentzündung 53% Husten 41% Fieber
Quelle: Robert Koch-Institut, 29.03.2020

Wer gilt als genesen?

Die Gesundheitsämter melden die Zahl der Menschen, die nach einer Infizierung wieder als gesund gelten, an das RKI. Dabei orientieren sich die Behörden an den Leitlinien des RKI, erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts.

Das RKI unterscheidet dabei zwei Situationen: Entlassung aus dem Krankenhaus (1.) und aus der häuslichen Isolierung (2.).

1. Entlassung aus dem Krankenhaus (nach schwerem Verlauf)

Jemand gilt als genesen, wenn er/sie...

...eine deutliche Besserung zeigt und die Betreuung auch ambulant möglich ist. Dann kommt die Person in die häusliche Isolierung. Dies wird in jedem Einzelfall entschieden.
...48 Stunden ohne Symptome ist und zwei Tests auf SARS-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden negativ ausfallen.

2. Ende der häuslichen Isolierung (leichter Krankheitsverlauf)

Jemand gilt als genesen, wenn er/sie...

....nach zwei Wochen 48 Stunden ohne Symptome ist. Diese Entscheidung trifft am Ende ein Arzt.
...vorher wegen eines schwereren Verlaufs im Krankenhaus war und zwei Wochen nach der Entlassung mindestens 48 Stunden ohne Symptome ist. In Einzelfällen kann es auch andere Entscheidungen geben, nämlich dann, wenn die Personen zu Risikogruppen gehören (ältere Menschen, chronisch Kranke, Menschen mit geschwächtem Immunsystem).

Gesundheitsressort will im Kampf gegen Corona mehr investieren

Video vom 27. März 2020
Die Gesundheitssenatorin Claudia Bernahrd bei einer Pressekonferenz im Bremer Rathaus. Hinter ihr steht einen Gebärdendolmetscherin

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 28. März 2020, 20 Uhr