Bremer Polizei registriert etliche Corona-Verstöße

Menschentrauben stehen rechts und links am Straßenrand. Zwischen ihnen fahren Autos.
An der Sielwall-Kreuzung trafen sich in der Nacht zu Samstag Hunderte Menschen. Bild: Radio Bremen | Serena Bilanceri
  • Hunderte Menschen feiern im Viertel, an der Schlachte und am Osterdeich
  • Polizei schreibt etliche Anzeigen
  • Gastronomen missachten Schließzeiten

Die Bremer Polizei hat in der Nacht von Freitag auf Samstag zahlreiche Corona-Verstöße geahndet. Laut Polizei feierten vorwiegend jüngere Menschen mit lauter Musik auf den Osterdeichwiesen, an der Schlachte sowie auf den Straßen und Fußwegen rund um das Sielwalleck. Allein im Viertel registrierten die Beamten innerhalb einer halben Stunde rund 100 Missachtungen der Regeln. Viele verstießen laut Polizei nicht nur gegen die geltenden Kontaktregeln, sondern auch gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Einige Feierwütige reagierten aggressiv und beleidigten die Einsatzkräfte. Außerdem wurden Streifenwagen mit Flaschen beworfen.

Einige gastronomische Betriebe im Viertel verstießen gegen die vorgeschriebenen Schließzeiten. Auch hier fertigte die Polizei Anzeigen.

Mit Messer bedroht

Es kam außerdem zu einigen Auseinandersetzungen. Gegen 1.20 Uhr gerieten laut Polizei rund 20 Personen auf dem Osterdeich aneinander. Dabei zog ein 24-Jähriger ein Messer und bedrohte seinen Kontrahenten. Erst als ein Polizist seine Waffe zog, ließ der Mann das Messer fallen. Er wurde festgenommen.

Auch Raser und Poser stoppte die Polizei in der Nacht. Insbesondere in den Bereichen Innenstadt, Steintor und Ostertor ahndete sie zahlreiche Verstöße.

In den frühen Morgenstunden mussten die Bremer Entsorgungsbetriebe außerplanmäßig ausrücken und die Innenstadt von Müll und zerstörten Glasflaschen reinigen.

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Dieses Thema im Programm: Next, News, 5. Juni 2021, 13:30 Uhr