Fragen & Antworten

Klönen trotz Corona? Das dürfen Bremer unter freiem Himmel

17 Grad und strahlender Sonnenschein: Das schöne Wetter lockt viele Bremerhavener und Bremer nach draußen. Doch auch dort gelten die Corona-Regeln.

Zwei Menschen sitzen an einem Gewässer und blicken auf dieses.
Das ist erlaubt: Sonne tanken zu zweit. Bild: Imago | Future Image

Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt 17 Grad: Kein Wunder, dass es Menschen in Bremen und Bremerhaven nach draußen zieht. Dagegen ist erst einmal nichts einzuwenden. Doch am vergangenen Wochenende musste die Polizei vor allem an beliebten Ausflugsorten immer wieder an Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen erinnern. Denn aktuell gilt für Bremen und Bremerhaven die 24. Verordnung zum Schutz vor Corona-Neuinfektionen – voraussichtlich noch bis zum 7. März. Was beim Frühlingswetter trotzdem erlaubt ist:

Mit wie vielen Menschen darf ich unterwegs sein?
Es gilt weiterhin die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern. Ausgenommen hiervon sind feste Partnerschaften und enge Familienangehörige sowie Personen, die in einem Haushalt leben.

Zusätzlich zu jedem Haushalt, also auch zu jeder WG, kann noch eine einzige weitere Person dazukommen. Wie viele Personen das am Ende insgesamt sein dürfen, ist nicht festgelegt.
Welche Ausnahmen gibt es für Kinder?
Für Kinder bis zu einem Alter von zwölf Jahren gilt diese Regel nicht. Sie gelten nicht als zusätzliche Person, wenn sie sich ohne ihre Erziehungsberechtigten mit anderen Haushalten aufhalten. Ein Erwachsener darf demnach also mit mehreren Kindern unter zwölf Jahren draußen spazieren gehen oder diese beaufsichtigen.

Ebenfalls ausgenommen sind Begleitpersonen von Menschen, die Hilfe aufgrund von Alter, Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung benötigen.
Was genau ist draußen erlaubt?
Spazieren geht immer. Genauso wie Individualsport – also beispielsweise Joggen oder Radfahren. Will man mit seinem Mitbewohner Frisbee spielen, ist auch das vollkommen regelkonform. Vereins- und Mannschaftssport bleiben hingegen verboten.

Weiterhin verboten sind kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Partys und andere Unterhaltungsveranstaltungen.
Was gilt bei zufälligen Begegnungen?
Ob eine Begegnung geplant oder zufällig ist, lässt sich von außen nicht so einfach beurteilen, sagt Karen Stroink, Sprecherin des Innenressorts. Zwar sei ein kurzer Plausch mit einem Bekannten zwar verlockend, "aber leider nur möglich, wenn man sich an die Anzahl der zulässigen Personen hält".  
Ist ein Bier an Osterdeich oder Werdersee erlaubt?
Nein. Gemeinsam öffentlich Alkohol trinken ist seit Mitte Dezember verboten. "Ein Verstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einem Bußgeld von 50 Euro geahndet", sagt Stroink.

Der Verkauf von Alkohol ist ebenfalls eingeschränkt. "In den ausgewiesenen Bereichen im Viertel sowie entlang der Schlachte ist der Verkauf von alkoholischen Getränken nur in der Zeit zwischen 6 Uhr und 22 Uhr erlaubt", sagt Stroink. Das betreffe Supermärkte und Kioske. Auch der "Cocktail to go" fällt weg. Denn der Verkauf von offenen alkoholischen Getränken oder deren Ausschank ist generell verboten.

Ministerpräsidenten beraten am 3. März

Ändern könnten sich ein paar der Regeln schon in weniger als zwei Wochen. Denn die nächste Konferenz von Kanzlerin und Länderchefs findet am 3. März statt. Dann werden neue Regeln diskutiert, die dann ab dem 8. März gelten könnten. Bei dieser Abstimmung geht es laut Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auch um Kultur, Gastronomie und den Freizeit- sowie Sportbereich.

Steht Bremen vor der dritten Corona-Welle?

Video vom 22. Februar 2021
Der Epidemiologe Hajo Zeep im Interview bei buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 24. Februar 2021, 23:30 Uhr