Das ist Bremens Strategie gegen die Corona-Mutation

Die neue und offenbar ansteckendere Virus-Variante ist inzwischen auch im Land Bremen aufgetreten. Das Gesundheitsamt will künftig jeden Corona-Test darauf prüfen.

Video vom 27. Januar 2021
Eine Coronavirus-Zelle in mikroskopischer Darstellung
Eine Coronavirus-Zelle in mikroskopischer Darstellung Bild: DPA | Zoonar | Przemyslaw Iciak
Bild: DPA | Zoonar | Przemyslaw Iciak

Sie kommt aus Großbritannien, trägt den Namen "B.1.1.7" und sorgt für Sorgen: Die Mutation des Coronavirus ist mittlerweile auch in ersten Fällen in Bremen und umzu aufgetreten. Bis zu 70 Prozent ansteckender soll sie sein, ob sie auch tödlicher ist, ist noch unklar. Bislang handelt es sich in Bremen noch um Einzelfälle, doch um die weitere Übertragung zu unterbinden, trifft das Bremer Gesundheitsressort nun höhere Sicherheitsmaßnahmen.

So soll künftig jeder einzelne Corona-positive Test noch einmal zusätzlich auf die Mutation hin untersucht werden, so wie es etwa in Berlin gehandhabt wird. Bislang wurde nur in Bremen nur etwa jede fünfte positive Test zusätzlich untersucht. Auch werde ein "Akut-Test-Team" eingerichtet, um im Falle von Ausbrüchen die Testungen deutlich zu beschleunigen, heißt es aus dem Gesundheitsressort. Für den Fall, dass die Mutationen künftig in Betrieben oder Einrichtungen auftreten, soll ein Reaktionsschema entwickelt werden. Zudem wolle sich Bremen dafür einsetzen, dass die aktuellen Impfempfehlungen angepasst werden, damit etwa Beschäftigte in Kitas und Schulen eine höhere Priorität erhalten.

Senat verschärft die Regeln für Kitas

Stichwort Kitas: Für diese ändern sich im Rahmen des Umgangs mit der Virus-Mutation gleich mehrere Dinge. So sollen ab dem 1. Februar unter anderem höchstens noch bis zu zwölf Kinder pro Woche in einer Kita-Gruppe betreut werden dürfen. Maximal zehn Kinder dürfen dann gleichzeitig anwesend sein.

"Wir haben in beiden Städten auf das Bekanntwerden der Mutation schnell und konsequent reagiert", erklärte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) am Mittwoch. Vor Ort gelinge es aktuell, alle Kontaktpersonen umfassend zu ermitteln und teils erneut zu testen.

Corona-Mutation in Bremerhaven: Das sagt der Leiter des Krisenstabs

Video vom 27. Januar 2021
Der Leiter des Krisenstabs Bremerhaven, Ronny Möckel im Interview.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Immo Maus Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. Januar 2021, 19:30 Uhr