Liveticker

Corona-Liveticker (19. März): Zahl der Infizierten in Bremen steigt an

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankungen liegt jetzt bei 119. Viele Testergebnisse stammen aus den vergangenen Tagen. Die Entwicklung im Liveticker.

Ein Schild zur Corona-Ambulanz an einem Holzzaun.
Die Corona-Ambulanz wird vom Klinikum Bremen-Mitte ins Messe-Zentrum verlegt.

Das war der Liveticker vom 19. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden in unserem Liveticker vom 20. März:

+++ Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auf 119 +++

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Land Bremen ist auf 119 gestiegen. Gestern waren es am Ende des Tages noch 75 Fälle. Wie der Senat mitteilt, sei der starke Anstieg auf eingegangene Tests mehrerer Tage zurückführen. Demnach gibt es in Bremen 104 bestätigte Infizierte, in Bremerhaven 15. Hinzu kommen 13 begründete Verdachtsfälle in Bremen. Drei Personen sind der Mitteilung zufolge wieder genesen.

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+++ Corona-Ambulanz eröffnet im Messe-Zentrum +++

Die Corona-Ambulanz am Klinikum Bremen-Mitte wird ab Montag ins Messe-Zentrum verlegt. Das sagte Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) zu buten un binnen. Größer soll die neue Ambulanz trotz eines regelrechten Ansturms in der vergangenen Woche allerdings nicht werden. "Die Testwelle ist enorm zurückgegangen", sagte Bernhard.

Eingesetzt werden der Senatorin zufolge unter anderem pensionierte Ärzte und Freiwillige von Pflegeschulen. "Wir wollen natürlich nicht das Geno-Personal dafür nutzen – das brauchen wir in den Krankenhäusern", sagte Bernhard. Am Klinikum Bremen-Ost soll zudem am Mittwoch ein zusätzliches Labor in Betrieb genommen werden, um die hohe Zahl an Corona-Tests zu bewältigen.

+++ Hören Sie die wichtigsten Infos des Tages zur Coronakrise in unserem Podcast +++

Das Corona-Update zum Nachhören: Jeden Tag informieren wir Sie auch in einem Podcast über die aktuellen Entwicklungen.

+++ Polizei kontrolliert zur Stunde Corona-Verfügungen +++

Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts kontrollieren, ob unter anderem die Verfügungen zur Schließung von Restaurants eingehalten werden. Im Viertel sind mehrere Beamte unterwegs. Laut eine Sprecherin der Polizei, gebe es im gesamten Stadtgebiet entsprechende Aktionen. Auch würden Gruppen von mehreren Menschen direkt angesprochen.

Bremer Ordnungsamt kontrolliert Schließzeiten

Video vom 19. März 2020
Eine Polizisten-Gruppe kontrolliert die Geschäfte im Bremer Viertel.

+++ Ämter der Bremerhavener Stadtverwaltung für Besucher geschlossen +++

Ab sofort sind die Ämter des Bremerhavener Magistrats nur noch in Ausnahmefällen für Besucher geöffnet. Die Mitarbeiter sind aber per Telefon und E-Mail zu erreichen.

+++ Lebenshilfe Bremerhaven schließt Werkstätten +++

Die Lebenshilfe Bremerhaven schließt ihre Werkstätten ab Freitag bis auf Weiteres. Die Schließung betrifft die Mitarbeiter mit Behinderung, die sogenannten hauptamtlichen Mitarbeiter werden weiterhin im Dienst sein. Insgesamt sind in den Werkstätten rund 380 Menschen beschäftigt.

+++ Stadtreinigung macht fünf Recycling-Stationen dicht +++

Die Bremer Stadtreinigung schränkt ihre Arbeit aufgrund der Coronavirus-Krise ein. Unter anderem werden einige Recycling-Stationen geschlossen, neue Termine für Sperrmüll werden nicht vereinbart und nicht notwendige Anlieferungen von Abfall vermieden werden.

+++ Agentur für Arbeit richtet zusätzliche Hotline für Arbeitnehmer ein +++

Viele Arbeitnehmer haben wegen der Folgen der Corona-Krise Fragen an die Agentur für Arbeit. Deshalb gibt es nun eine zusätzliche Hotline. Unter 0421/178 2535 bekommen Arbeitnehmer aus Bremen und Bremerhaven Hilfe. Die Agentur für Arbeit weist darauf hin, dass vereinbarte Termine nicht abgesagt werden müssen. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen. Fristen werden vorerst ausgesetzt. Die Auszahlung der Geldleistungen ist laut Agentur für Arbeit sichergestellt. Arbeitgeber sollen sich wie gewohnt unter 0800/4 5555 20 melden.

+++ Niedersachsens Innenminister will Beschränkungen mit Polizei durchsetzen +++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) will die Beschränkungen des öffentlichen Lebens mit Hilfe der Polizei durchsetzen. Offensichtlich sei nicht allen Bürgern der Ernst der Lage klar, sagte Pistorius. "Das ist keine Übung und kein Spiel, das ist bitterer Ernst", betonte der Minister. Deshalb werde die Polizei konsequent einschreiten, wenn sich Menschen nicht daran hielten. Das könne auch zu Bußgeldern und Strafverfahren oder zur Schließung von Gaststätten führen.

+++ Handelsverband: Nicht alle Lebensmittelläden werden sonntags öffnen +++

Lebensmittelläden in Niedersachsen und Bremen werden nach Einschätzung des Handelsverbands trotz Sonderregelungen in der Coronakrise nicht flächendeckend sonntags öffnen. Derzeit versuchten die Einzelhändler zu klären, "ob sie das stemmen können"», sagte Mark Alexander Krack, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen. Im Einzelfall werde sich das kurzfristig vor dem Wochenende entscheiden. Wahrscheinlich werde es einen Flickenteppich offener und geschlossener Läden geben. "Der Lebensmittelhandel und seine Beschäftigten arbeiten derzeit in Volllast", sagte Krack.

+++ Jetzt 80 Infizierte im Land Bremen +++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der im Land Bremen mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Donnerstag mit 80 angegeben - ein Plus von elf seit dem Vortag. 15 Infizierte leben in Bremerhaven. In ganz Deutschland liegt die Zahl der Infizierten dem RKI zufolge bei 10.999. Das sind 2.801 mehr als noch am Mittwoch.

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+++ Stadteigene Kliniken erlassen Besuchsverbot +++

Wegen des Coronavirus gibt es ab sofort ein Besuchsverbot in den stadteigenen Bremer Kliniken. Davon betroffen sind die Krankenhäuser Mitte, Nord, Ost und Links der Weser. Eine Sprecherin des Klinikverbundes sagte zu buten un binnen, die Entscheidung sei bedauerlich und tue den Verantwortlichen leid, dennoch gebe es derzeit keine andere Möglichkeit.

Ausnahmen vom Besuchsverbot gibt es für Eltern kranker Kinder, und für Angehörige sterbenskranker Patienten. Auch werdende Väter dürfen weiter die städtischen Krankenhäuser betreten.

+++ Supermarkt verschiebt Aktion für Senioren +++

Das E-Center Streubel in Bremerhaven hat die angekündigte Sonntagsöffnung für Senioren am Donnerstag wieder abgesagt. Grund sei ein zu erwartender Ansturm an Menschen, der wegen der Ansteckungsgefahr verhindert werden solle. Außerdem könne der Supermarkt so viele Kunden nicht bewältigen, da nur die beiden Chefs an der Kasse sitzen wollten. Alternativ wird nun Dienstagsmorgens exklusiv für Senioren geöffnet.

+++ Auch infizierte Geno-Mitarbeiter sollen weiter arbeiten können +++

Medizinische Mitarbeiter des Klinikverbunds Gesundheit Nord (Geno) in Bremen sollen auch dann weiterarbeiten können, wenn sie mit Corona infiziert sind. Das geht aus einem internen Schreiben der Klinik-Gesellschaft hervor. Die Betroffenen werden aber nicht mehr in Patienten-Nähe eingesetzt. Der Klinik-Verbund beruft sich auf Empfehlungen des Gesundheitsamtes.

+++ Grantz: Zuschüsse statt Kredite für Unternehmen +++

Die Stadt Bremerhaven hat eine Taskforce gebildet, um Unternehmen während der Coronakrise zu beraten. Sie ist bei der Bremerhavener Wirtschaftsförderung (BIS) angesiedelt. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) appellierte an die Unternehmen, das Instrument Kurzarbeit voll auszuschöpfen. Die Möglichkeiten, Kurzarbeitergeld zu beantragen, sind deutlich erleichtert worden.

Die von Bund und Land in Aussicht gestellten Darlehen hält Grantz zwar für wichtig, doch er fordert, dass viele der nun vorgesehenen Darlehen nach Möglichkeit in Zuschüsse umgewandelt werden: "Unternehmen, die jetzt in Not sind, werden sich nicht verschulden wollen, auch wenn die Kredite zinslos sein sollten. Jetzt helfen hier wohl doch handfeste Zuschüsse. Dafür setze ich mich auf Landesebene ein", versichert Grantz.

Die städtischen Gesellschaften, die Räume an Unternehmen vermieten, hat er gebeten, zumindest ein Aussetzen oder eine Stundung der Miet- und Pachtzahlungen von Firmen zu prüfen. Aktuelle Informationen für Unternehmen gibt es auf bremerhaven.de.

+++ Arbeitsagentur schaltet zusätzliche Auskunftsnummer frei +++

Weil die bundesweite Hotline überlastet ist, weist die Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven auf eine regionale Telefonnumer hin, unter der sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beraten lassen können. Einheitlich im Agenturbezirk Bremen, Bremerhaven und Osterholz-Scharmbeck gilt die 0421 – 178 2535.

Die Arbeitsagentur informiert, dass wegen der Coronakrise Ausnahmen gelten. Die Kunden müssten einen vereinbarten Termin nicht absagen. Gesetzte Fristen würden vorerst ausgesetzt. Wenn sich diese Regelung ändert, werde darüber rechtzeitig informiert. Die Auszahlung der Geldleistung sei sichergestellt.

+++ Rotes Kreuz ruft zur Blutspende auf +++

Wegen der Corona-Epidemie spenden offenbar weniger Menschen in Bremen Blut als sonst. Die Versorgungslage ist am unteren Rand stabil, heißt es vom Deutschen Roten Kreuz. Wenn allerdings noch mehr routinierte Spender wegbrechen, kann es eng werden. Das DRK verzeichnet zehn Prozent weniger Blutspenden in Bremen und Bremerhaven und hat deshalb zusätzliche Termine angesetzt. Wegen des Coronavirus gelten besondere Hygieneregeln. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des DRK.

+++ ArcelorMittal bereitet Produktionskürzung vor +++

Der Stahlkonzern ArcelorMittal bereitet wegen der Corona-Krise die Kürzung seiner Produktion in Europa vor. Der Konzern habe dafür Schritte eingeleitet, teilte der Weltmarktführer, der auch das Bremer Stahlwerk betreibt, am Donnerstag mit. Ziel sei es, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und die Produktion in Einklang mit der Nachfrage zu bringen. Details nannte das Unternehmen nicht.

Im Bremer Stahlwerk wird der Hochofen 3 wieder stillgelegt, er war erst im Januar wieder in Betrieb genommen worden. Es laufen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über Kurzarbeit.

+++ BSAG setzt im Berufsverkehr wieder mehr Fahrzeuge ein +++

Nachdem am Mittwoch wegen der Coronakrise erfolgten Fahrplanumstellung in einigen Bussen und Bahnen der BSAG sehr voll war, hat das Unternehmen am Donnerstagmorgen wieder mehr Fahrzeuge im Einsatz. Die BSAG hat die Lage mit Hilfe der Überwachungskameras in den Bahnen im Blick. Aktuell fahren auf den Linien 6, 4 und 1 weitere Fahrzeuge zwischen denen, die laut Sonntagsfahrplan fahren.

BSAG kürzt Fahrplan wegen Corona: Linie 63 Richtung GVZ überfüllt

Video vom 19. März 2020
Gefüllte Straßenbahn in Bremen

+++ Befürchteter Anstieg bei Infektionen bisher ausgeblieben +++

Der von der Bremer Gesundheitsbehörde befürchtete hohe Anstieg der Corona-Infizierten im Land Bremen ist bislang ausgeblieben. Demnach sind im Verlauf des gestrigen Tages neun weitere bestätigte Infektionen hinzugekommen. Die Gesamtzahl der an dem Corona-Virus Erkrankten ist damit um neun Fälle gestiegen, sie liegt aktuell bei 75 – davon 62 in Bremen und 13 in Bremerhaven.

+++ Diskussion um Ausgangssperren +++

Am Mittwoch hat die Stadt Mitterteich in Bayern als erste eine Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus verhängt. Die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme ist unter Experten umstritten. In Bremen wird derzeit noch nicht konkret über Ausgangssperren nachgedacht.

Vielmehr beschäftigen sich die Behörden mit der Unsicherheit vieler Betroffener, wie beispielsweise Einzelhändlern: "Rathaus, Innenbehörde und Ordnungsamt werden seit gestern mit Nachfragen überhäuft", sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Er bat jedoch um Geduld, zuerst müsse das öffentliche Leben heruntergefahren werden.

+++ Bürgerschaftssitzungen zügig nachholen - Notfalltopf für kleine Unternehmen +++

Unterdessen wollen die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft die in dieser Woche ausgefallenen Sitzungen zügig nachholen. Am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche tagt der Landtag in Halle 7 der Messe Bremen mit verkürzter Tagesordnung. Bürgerschaftspräsident Imhoff sagte, das Parlament sei und bleibe voll handlungsfähig.

Bremens Finanzsenator Strehl hatte kleineren Unternehmen weitere Hilfen in Aussicht gestellt. Der Haushaltsausschuss der Bürgerschaft hatte einen sogenannten "Notfalltopf" in Höhe von zunächst fünf Millionen Euro bereitgestellt.

+++ Abiturprüfungen in Niedersachsen vorerst nicht verschoben +++

Das niedersächsische Kultusministerium hat mitgeteilt, die für April vorgesehenen Abiturprüfungen vorerst nicht verschieben zu wollen. Mecklenburg-Vorpommern und Bayern waren zuvor genau diesen Schritt gegangen.

+++ Werder schickt Spieler nach Hause +++

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat seine Spieler vorerst nach Hause geschickt: wegen des Coronavirus soll es voraussichtlich bis Ende März kein gemeinsames Training geben.

Darf ich innerhalb von Deutschland noch reisen?

Video vom 18. März 2020
Martin Götz sitzt im Bremer Gesundheitsressort

Die Liveticker zum Nachlesen:

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. März 2020, 19:30 Uhr