Liveticker

Corona-Liveticker (18. März): 75 Infizierte im Land Bremen

Das Gesundheitsamt hat die aktuellen Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es in Bremen und Bremerhaven neun neue Coronafälle. Die Entwicklung im Liveticker.

In einem Labor wird ein Corona-Test ausgewertet.
Die Zahl der Infizierten in Bremen und Bremerhaven steigt weiter an. Bild: DPA | Robert Michael

Das war der Liveticker vom 18. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden in unserem Liveticker vom 19. März:

+++ Merkel appelliert: "Halten Sie sich an die Regeln." +++

Mit einem ungewöhnlichen Schritt hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend mit einer Fernsehansprache an die Bürger gewandt. "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst", sagte sie in der Ansprache die unter anderem ab 20:15 Uhr im "ARD Extra: Die Corona-Lage" zu hören sein wird. Merkel sprach dabei von "Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab". Trotzdem sagte die Kanzlerin: "Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln." Die Pandemie sei eine historische Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden könne.

+++ Jetzt 75 Infizierte im Land Bremen +++

Das Bremer Gesundheitsamt hat am Mittwochabend neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es in Bremen acht Menschen, die sich neu mit dem Virus infiziert haben. In Bremerhaven gibt es einen bestätigten Fall mehr. Die Zahl der Infizierten steigt damit im gesamten Bundesland auf 75, davon 62 in Bremen und 13 in Bremerhaven.

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+++ Notmaßnahmen in Bremerhaven gelten ab 0 Uhr am Donnerstag +++

Auch der Bremerhavener Magistrat hat die Notmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise beschlossen. Sie gelten ab 0 Uhr am Donnerstag. Geschlossen werden Gaststätten, Kinos, Bars, Diskotheken, Fitnessstudios, Spielhallen, Begegnungsstätten und –treffs sowie Spielplätze.

Von der Schließung ausgenommen sind Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Kioske, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel. Dienstleister und Handwerker können weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen. Ebenfalls ausgenommen sind Restaurants, die Speisen zum Mitnehmen oder direkten Verzehr anbieten. Die Plätze für die Gäste müssen so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindesten eineinhalb Metern zwischen den Tischen besteht.

Der Oberbürgermeister weist darauf hin, dass sowohl das Bürger- und Ordnungsamt als auch die Polizei die Einhaltung der Verbote überwachen werden. Die Maßnahmen gelten zunächst bis einschließlich 19. April.

+++ Bremer CDU fordert Schutzschirm für kleine Unternehmen +++

Die Bremer Christdemokraten halten die bisher angekündigten Hilfsmaßnahmen für Bremer Unternehmen noch nicht für ausreichend. Es sei noch nicht geklärt, "was mit Unternehmen passiert, die etwa fünf bis 20 Mitarbeiter haben", kritisiert Jens Eckhoff, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Er fordert deshalb ein Liquiditätsprogramm auf Landesebene. "Selbst in Berlin hat sich die rot-rot-grüne Regierung für einen Schutzschirm von 100 Millionen Euro entschlossen", so Eckhoff. "In diese Richtung sollten wir in Bremen auch denken. Die CDU würde in der notwendigen Sondersitzung jedenfalls zustimmen."

+++ Bremerhaven kritisiert Innenressort wegen verspäteter Umsetzung der Notmaßnahmen +++

Das Bremer Innenressort hat Vorwürfe der Stadt Bremerhaven zu verspäteten Corona-Vorschriften zurückgewiesen. Bremerhaven hatte kritisiert, dass Bremen zu Geschäftsschließungen keine Landesverordnung erlassen hatte. Laut Innenressort müssen die Kommunen die Verfügungen erlassen, also in Bremen das Ordnungsamt und in Bremerhaven der Magistrat. Vorteil dabei sei auch, dass Regelungen sofort und flexibel umgesetzt werden könnten.

Ein zeitlich abgestimmtes Vorgehen wäre zwar vorzuziehen gewesen, sagte eine Ressortsprecherin, bat aber um Verständnis. Es handele sich um eine Ausnahmesituation, die bisher ohne Beispiel sei. Alle Kollegen würden bis zum Anschlag arbeiten. In Bremerhaven gelten die Vorgaben zu Geschäftsschließungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens noch nicht. Nach Informationen von buten un binnen soll im Laufe des Mittwochs die sofortige Umsetzung bekanntgegeben werden. In Bremen gelten die Maßnahmen seit Mittwoch. 

+++ Bürgerschaft tagt im Corona-Modus +++

Die für diese Woche aufgrund der Corona-Krise abgesagten Sitzungen der Bremischen Bürgerschaft sollen in der kommenden Woche am 25. und 26. März in reduziertem Umfang nachgeholt werden. Das habe Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU) mit den Vorsitzenden der Parlamentsfraktionen verabredet, teilte die Bürgerschaftsverwaltung mit. Tagesordnung und Redezeiten sowie die Mittagspause sollen gekürzt, Fragen für die Fragestunde schriftlich beantwortet werden. Im Fokus werde am Mittwoch eine Debatte zum Umgang mit dem Coronavirus stehen.

+++ Behörden stoppen Tourismus an der Nordseeküste +++

Auch an der Küste ist der Tourismus am Morgen offiziell gestoppt worden. Die Behörden haben unter anderem in Bremerhaven und Cuxhaven entsprechende Verfügungen erlassen. Hotels und Beherbergungsbetriebe dürfen bis zu Ostern keine Urlauber mehr aufnehmen. Gäste, die schon da sind, müssen bis 19., spätestens 25. März abreisen, heißt es in einer Verfügung des Landkreises Cuxhaven. In den Unternehmen waren schon in den vergangenen Tagen massenweise Stornierungen aufgelaufen. Unter anderem hatte Nordrhein-Westfalen seine Bürger aufgerufen, nicht mehr in den Urlaub zu fahren.

+++ Bremen kann neue Kredite im Rahmen der Schuldenbremse aufnehmen +++

Um die Folgen der Coronakrise abzufedern, diskutiert Bremen über die Finanzierung. Die Schuldenbremse sieht in Notfällen die Möglichkeit neuer Kredite vor. Insofern kann Bremen jetzt neue Kredite aufnehmen – wenn gleichzeitig ein Tilgungsplan verabschiedet wird. Das geschieht alles im Rahmen der Schuldenbremse. *

*Wir hatten zunächst geschrieben, dass Bremen die Schuldenbremse aussetzt. Das war nicht richtig, wir haben das korrigiert und spezifiert.

+++ Wirtschaftsförderung stellt 16 Experten für Corona-Taskforce +++

Die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) unterstützt die Taskforce des Landes Bremen für Unternehmen, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Ab sofort verstärken 16 Beraterinnen und Berater der WFB das Expertenteam bei der der Förderbank BAB, teilte die WFB mit.

Die Taskforce unterstützt Unternehmen sowie freiberuflich und selbstständig Tätige im Land Bremen und berät über passende Förderprogramme. Die Hotline hat ab sofort die neue zentrale Telefonnummer 0421-9600-333 und ist per E-Mail an task-force@bab-bremen.de erreichbar.

+++ Wirtschaftssenatorin verspricht kleinen Unternehmen Finanzspritzen +++

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) verspricht kleinen Unternehmen direkte Finanzhilfen. Demnach soll es um Geldspritzen gehen, nicht um Kredite. Das sagte sie zu buten un binnen. Bis Ende dieser Woche soll es dazu ein Konzept geben. Man sei derzeit in Abstimmung mit dem Bund, so Vogt weiter.

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+++ Wertstoffhöfe in Bremerhaven geschlossen +++

Die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft hat die Wertstoffhöfe geschlossen. Dies gilt laut Mitteilung für die Abfallannahmestelle beim Müll-Heiz-Kraftwerk, die Grüngutannahmestellen auf der Deponie Grauer Wall sowie bei der Firma Richard Bauer Rohstoff-Großhandel. Die mobile Schadstoffsammlung ist ebenfalls betroffen. Die Abfallabfuhr und der Containerdienst sind nach aktuellem Stand nicht beeinträchtigt.

+++ Servicestelle für Geschäftsleute eingerichtet +++

Das Bremer Ordnungsamt hat eine Anlaufstelle für Geschäftsleute eingerichtet, die von den wegen der Coronakrise veranlassten Ladenschließungen betroffen sind. Ab heute Vormittag nimmt eine Servicestelle aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Innenbehörde sowie des Ordnungsamtes ihre Arbeit aufnehmen, um die Anfragen zu beantworten, teilte das Innenressort mit. Die Servicestelle ist unter der Mail-Adresse oeffentlicheordnung@ordnungsamt.bremen.de zu erreichen.

"Rathaus, Innenbehörde und Ordnungsamt werden seit gestern mit Nachfragen überhäuft. Das ist absolut verständlich und wir versuchen, so schnell wie möglich darauf zu reagieren. Alle Betroffenen bitten wir jedoch um Verständnis, dass das Notwendigste in einer Krise immer zuerst getan werden muss. Als erstes mussten wir das öffentliche Leben soweit wie möglich runterfahren, um die Ansteckungsgefahr für die Bürgerinnen und Bürger zu reduzieren. Nun werden die Kolleginnen und Kollegen anfangen, alle Fragen abzuarbeiten", so Innensenator Ulrich Mäurer (SPD).

+++ Behörden minimieren Kundenkontakt +++

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus soll der Kundenkontakt in Anlaufstellen der Verwaltung möglichst minimiert werden. Dazu teilt der Senat verschiedene Ablaufänderungen mit, die unter anderem die Wohngeldstelle und das Amt für Straßen und Verkehr betreffen. Eine Übersicht findet sich hier.

+++ BSAG rechtfertigt Notfahrplan +++

Nach Kritik an vollen Bussen rechtfertigt die BSAG den Notfahrplan mit den Pandemiestufen, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO kommen. Die BSAG ist momentan in Stufe 4, das bedeutet, das Unternehmen muss einen Krisenstab einrichten und den Verkehr runterfahren, trotzdem aber gewährleisten, dass die Menschen noch von A nach B kommen.

Die BSAG habe selbst Beobachter am heutigen ersten Tag des Fahrplans an verschiedenen Standpunkten aufgestellt. Auch diese seien zum Ergebnis gekommen, dass die Bahnen und Busse voll waren. Deswegen sollen ab morgen in der Rush-Hour mehr Busse und Bahnen eingesetzt werden. Momentan ist die Rede von den Bahnlinien 1, 4 und 6 sowie der Buslinie in Richtung Großmarkt.

Die BSAG rechnet weiter mit sinkenden Fahrgastzahlen und will die Lage täglich neu bewerten. Ziel sei es, so lange leistungsfähig zu bleiben, wie es nur irgendwie geht.

+++ Grüne: Keine Sammelunterkünfte für Erntehelfer +++

Angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus haben die Grünen in Niedersachsen dazu aufgerufen, Erntehelfer besser zu schützen. Engpässe bei der Bestellung der Felder beeinträchtigten "früher oder später die Versorgung mit Lebensmitteln", teilten die Grünen mit Blick auf die beginnende Spargelsaison mit.

Eine Unterbringung der Erntehelfer in Sammelunterkünften sei nicht mehr akzeptabel. Die Grünen forderten die Landesregierung auf, einen entsprechenden Erlass an die Kommunen zu geben. Auch die Betriebe sollten tätig werden. Vor allem für die arbeitsintesive Gemüseernte kommen normalerweise viele Arbeitskräfte aus dem Ausland. Wegen der Grenzschließungen fürchten die Landwirte in diesem Jahr einen Mangel an Erntehelfern.

+++ Schutz von Risikogruppen "ganz oben auf der Agenda" +++

"Ich bewundere die Bremer Bevölkerung sehr, weil sie sich sehr besonnen verhält, kluge Fragen stellt und sich im eigenen Beritt, in der Nachbarschaftshilfe, sehr kreativ verhält", lobte Martin Götz vom Gesundheitsressort die Bremer im Gespräch auf Bremen Eins.

Götz verwies erneut auf die Notwendigkeit, ältere Menschen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen besonders zu schützen. Diesbezüglich führe das Gesundheitsressort Gespräche unter anderem mit Pflegeeinrichtungen und Fachärzten. Der Schutz dieser Menschen stehe "ganz oben auf der Agenda".

+++ Auch in Bremerhaven fahren die Busse nach Sonderfahrplan +++

Auch Bremerhaven-Bus fährt ab Freitag nach einem Sonderfahrplan. Montags bis freitags gilt vor 8.30 Uhr und nach 20 Uhr der gewohnte Fahrplan, allerdings ohne die Schnellbuslinien 501 und 511. Dazwischen fahren die Busse nach Samstagsfahrplan. Am Wochenende fahren die Busse bis auf wenige Ausnahmen nach dem gewohnten Sonntagsfahrplan. Details gibt es unter www.bremerhavenbus.de.

+++ Nach Fahrplanumstellung der BSAG: Busse teilweise überfüllt +++

Nachdem die BSAG wegen der Coronakrise ihr Angebot deutlich heruntergefahren hat, waren einige Busse am Mittwochmorgen überfüllt, so zum Beispiel die Linie 63 zum Bremer Güterverkehrszentrum GVZ. Martin Götz vom Bremer Gesundheitsressort sagte dazu am Morgen auf Bremen Eins, dass man hierzu das Gespräch mit der BSAG suchen werde. Grundsätzlich begrüßte er aber die Maßnahmen des Unternehmens.

+++ Angebot der Notbetreuung erweitert - Hotline eingerichtet +++

Der Bremer Senat hat die Ausweitung der Notbetreuung beschlossen. Bisher galt das Angebot nur für Eltern, die beide beispielsweise im Gesundheitswesen oder der Polizei tätig waren beziehungsweise für Alleinerziehende, die in diesen Berufen arbeiten. Jetzt kommen weitere Bereiche hinzu, wie Bildungssenatorin Claudia Bogedan am Mittwochmorgen auch in den sozialen Medien mitteilte, unter anderem die Lebensmittelversorgung. Außerdem gibt es eine neue Kita-Schule-Corona-Hotline: 0421 361 10 100.

+++ Schausteller bieten nach Osterwiesen-Absage ihre Hilfe an +++

Die Osterwiese ist wegen der Coronakrise abgesagt. Der Bremer Schaustellerverband hat deshalb die Aktion "Hand in Hand - Schausteller helfen im ganzen Land" ins Leben gerufen. Die Idee ist, " der Allgemeinheit unsere brachliegenden Kapazitäten in personeller und materieller Hinsicht zur Bewältigung der gegenwärtigen Krise anzubieten", sagte der Vorsitzende Rudolf Robrahn.

"Unsere Betriebe verfügen über Last- und Lieferwagen, mit denen wir lebenswichtige Güter beispielsweise für Hilfsorganisationen transportieren können", so Robrahn. Außerdem hätten die Schausteller Kräne und Werkzeuge, mit denen sie Polizei und Feuerwehr unterstützen könnten.

+++ Lebensmittelproduktion weiterhin sichergestellt +++

Die Nahrungsmittelproduktion in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen ist nach Einschätzung der Industrie auch in der Coronakrise sichergestellt. Versorgungsengpässe seien trotz der zahlreichen Einschränkungen und der momentan hohen Nachfrage nach Lebensmitteln derzeit nicht zu erwarten, teilte der Verband der Ernährungswirtschaft Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt mit.

Der derzeit hohe Bedarf an Lebensmitteln stelle die Betriebe und ihre Mitarbeiter jedoch vor Herausforderungen. Der Verband appellierte auch deshalb an die Kunden, weiterhin möglichst normal einzukaufen.

+++ "Jugend forscht"-Finale in Bremen abgesagt +++

Das für Ende Mai geplante Bundesfinale des Wettbewerbs "Jugend forscht" in Bremen ist vor dem Hintergrund der Coronakrise abgesagt worden. Wegen des Verlaufs der Coronavirus-Pandemie hätten bereits seit 12. März alle Landeswettbewerbe von "Jugend forscht" abgesagt werden müssen, teilten die Unternehmensverbände im Land Bremen und die Stiftung Jugend forscht als gemeinsame Ausrichter mit.

Zu dem Finale vom 21. bis 24. Mai waren rund 200 junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland erwartet worden. Die Entscheidung für die Absage sei zum bestmöglichen Schutz der Gesundheit für alle Beteiligten getroffen worden, hieß es.

+++ Bremer Krankenhäuser wappnen sich für Corona-Patienten +++

Bisher mussten nur drei der insgesamt 66 Corona-Fälle im Land Bremen intensivmedizinisch behandelt werden. Um für eine Verschärfung der Lage vorbereitet zu sein, werden die Kapazitäten auf den Intensivstationen derzeit massiv ausgeweitet. Das sagte Uwe Zimmer, Geschäftsführer der Bremer Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen, gegenüber buten un binnen. Dazu zählt auch, dass geplante, aber verschiebbare Eingriffe, bei denen von einem Aufenthalt auf der Intensivstation nach der OP ausgegangen werden muss, abgesagt werden. Das dadurch frei werdende Personal soll im Notfall die Intensivstationen verstärken.

+++ Coronakrise entspannt Verkehrslage im Norden +++

Nach dem Corona-Erlass der Landesregierungen zur Schließung vieler Geschäfte ist die Verkehrslage im Norden deutlich entspannter als sonst. "Wir haben derzeit keine größeren Verkehrsunfälle - es gibt spürbar weniger Verkehr und Staus", hieß es bei der Bremer Polizeidirektion. Ähnlich sieht es in Hannover und Oldenburg aus. Viele Menschen arbeiten derzeit im Home Office oder gar nicht mehr, Schulen und Kitas sind geschlossen. Veranstaltungen fallen weg, auch der Tourismus ist drastisch eingeschränkt.

+++ IG-Metall-Chefin: Mercedes-Werkschließung wird länger dauern +++

Das Bremer Daimler-Werk hat seine Produktion in Bremen wegen Corona runtergefahren. Geplant sind erst einmal zwei Wochen. Die Bremer IG-Metall-Chefin Buggeln geht aber davon aus, dass das länger dauert, sagte sie zu buten un binnen. "Wir haben die Situation, dass wir für zwei Wochen schließen - die Frage ist: Ist das Kurzarbeit, heißt das, die Beschäftigten müssen Urlaub nehmen? Diese Verhandlungen laufen jetzt im Betrieb. Dabei ist völlig unklar, ob wir über zwei Wochen oder zwei Monate reden. Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass wir nicht über zwei Wochen reden", so Buggeln.

+++ Corona-Notmaßnahmen in Kraft getreten +++

Seit Mitternacht gelten in Bremen die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus. Unter anderem bleiben Läden geschlossen, die für den täglichen Bedarf nicht unabdingbar sind, Bars, Clubs und Diskotheken ebenfalls. Auch Sport-, Freizeit- und Kulturstätten sind betroffen. Restaurants können nur unter Auflagen öffnen. In Bremerhaven wird der Magistrat heute entscheiden – und aller Voraussicht nach die gleichen Regelungen beschließen.

+++ Neue Fallzahlen für Bremen und Bremerhaven +++

Das Gesundheitsamt hat am Dienstagabend neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es in Bremen fünf Menschen, die sich neu mit Corona infiziert haben. In Bremerhaven sind es vier bestätigte Fälle. Damit steigt im Land Bremen die Zahl der Infizierten auf 66.

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Wie gefährlich ist das Coronavirus für Schwangere und Ungeborene?

Video vom 16. März 2020
Martin Götz sitzt im Bremer Gesundheitsressort

Die Liveticker zum Nachlesen:

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. März 2020, 19:30 Uhr