Liveticker

Corona-Liveticker (17. März): 9 neue Corona-Fälle im Land Bremen

Das Gesundheitsamt hat neue Zahlen mitgeteilt: Demnach haben sich in Bremen fünf weitere Menschen mit dem Virus infiziert, in Bremerhaven sind es vier Fälle.

An einer Haustür steht der Schriftzug "Häusliche Quarantäne"
In Bremen steigt die Zahl der Corona-Infizierten. Bild: Imago | Steinach

Das war der Liveticker vom 17. März. Über die weiteren Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden in unserem Liveticker vom 18. März:

+++ Flughafen Bremen fordert Finanzhilfe vom Bund +++

Infolge der Corona-Krise muss der Bremer Flughafen einen Einbruch bei den Passagierzahlen und damit auch beim Umsatz verkraften. Eine Sprecherin des Flughafens teilte buten un binnen mit, dass finanzielle Unterstützung vom Bund benötigt wird, um den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten.

+++ Neue Fallzahlen für Bremen und Bremerhaven +++

Das Gesundheitsamt hat neue Corona-Fallzahlen veröffentlicht. Demnach gibt es in Bremen fünf Menschen, die sich neu mit Corona infiziert haben. In Bremerhaven sind es vier bestätigte Fälle. Damit steigt im Land Bremen die Zahl der Infizierten auf 66.

+++ Uni-Bibliothek schließt +++

Auch die Bibliothek der Universität Bremen bleibt von heute an geschlossen. Die Schließung gilt bis zum 18. April. Entliehene Medien können nicht zurück gegeben werden. Mahngebühren sollen keine entstehen.

+++ Tickethändler Eventim bleibt zuversichtlich +++

Der Ticketverkäufer CTS Eventim kann die Folgen der Coronavirus-Krise nach eigenen Angaben noch nicht absehen. Klar ist aber, dass das Unternehmen, das seine Hauptverwaltung in Bremen hat, die Folgen schon jetzt zu spüren bekommt. Seit 21. Februar hat sich der Aktienkurs des Unternehmens auf rund 29 Euro halbiert. Existenzbedrohend sei das aber nicht, heißt es. Eventim verfügt laut eigenen Angaben über einen erheblichen finanziellen Spielraum - auch für eine Situation, in der das "kulturelle Leben in Europa komplett zum Erliegen kommt".

+++ Häfen droht deutlicher Rückgang der Umschlagzahlen +++

Die Corona-Pandemie könnte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zufolge in den Bremischen Häfen für einen Rückgang von 18 bis 25 Prozent beim Umschlag sorgen. Das sei allerdings derzeit nur eine "vorsichtige Schätzung". Ein solcher Rückgang hätte dann auch Auswirkungen auf die Produktion in anderen Unternehmen, so Vogt. Die Bremische Hafenvertretung rechnet sogar damit, dass der Umschlag im März und April um 20 bis 30 Prozent sinken werde. Es sei zu spüren, dass die Nachfrage zurückgehe, sagte Geschäftsführer Christoph Bruns der dpa.

+++ Arbeitsagentur rät zu Kurzarbeit +++

"Nutzen Sie bitte das Kurzarbeitergeld", appelliert Joachim Ossmann, Geschäftsführer der Bremer Arbeitsagentur, an betroffene Unternehmen. So könnten Mitarbeiter gehalten und Personalkosten trotzdem gesenkt werden. Dafür seien rückwirkend vom Bund die Voraussetzungen gelockert worden. Das macht sich offenbar schon bemerkbar. "Wir haben aktuell 1.200 Anfragen. Das ist aber nur der Anfang", so Ossmann. Er rät deswegen zu Anfragen per E-Mail. Das sei zuverlässiger als ein Anruf. "Wir sehen uns einem Ansturm gegenüber, werden aber alles tun, um das zu meistern."

+++ Auch Handwerksbetriebe könnten schließen +++

Auch wenn Handwerksbetriebe nicht schließen müssen, empfiehlt die Bremer Handwerkskammer den Unternehmen, "sehr kritisch" über eine mögliche Schließung nachzudenken, sagt Hauptgeschäftsführer Andreas Meyer. Kunden sollten dafür Verständnis haben - besonders bei Betrieben, die eine große Nähe zu Menschen haben, beispielsweise Frisöre. "In diesen Gewerken sollte der gesundheitliche Aspekt für Mitarbeiter und Kunden oberstes Ziele haben", sagte Meyer.

+++ Taskforce bekommt mehr Mitarbeiter +++

Die Zahl der Anfragen bei der Taskforce der Bremer Aufbaubank ist laut Senatorin Kristina Vogt sprunghaft angestiegen. Deshalb käme nicht jeder Anruf sofort durch. Das Personal dort werde deshalb aufgestockt. Auch bei der Bremer Handelskammer seien viele Anfragen eingegangen, sagte Hauptgeschäftsführer Matthias Fonger.

+++ Auch Selbstständige und Freiberufler bekommen Finanzspritzen +++

"Alle Unternehmen - auch kleine, auch Selbstständige und Freiberufler - können sich an die Taskforce der Bremer Aufbaubank wenden", sagt Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Denn aktuell seien vor allem kleine Firmen und Selbstständige betroffen. "Wir gehen aber davon aus, dass in den nächsten Wochen auch die großen Unternehmen betroffen sind." Umsatzverluste könnten durch Landesmittel zwar nicht ausgeglichen werden. "Wir können aber die Liquidität sicherstellen", so Vogt. Außerdem wird die Steuerbelastung heruntergefahren. So könnten beispielsweise Vorauszahlungen heruntergesetzt werden, sagt Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne).

+++ Flughafen soll bislang noch nicht geschlossen werden +++

Schon jetzt käme es nur sehr vereinzelnd zu Flügen, erklärt Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Es würden bereits deutlich weniger Abheben als sonst. "Wir wollen erst einmal alle aufrecht erhalten, was geht", sagt Schaefer. In einer Notsituation müsse das Land Bremen dafür sorgen, dass die Menschen mobil bleiben können.

+++ Notbetreuung für Kinder wird für einige andere Berufsgruppen geöffnet +++

Wenn beide Elternteile bei der BSAG, der Hansewasser oder aber der SWB arbeiten, dann dürfen auch ihre Kinder in die Notbetreuung gehen. Alle Mitarbeiter der Daseinsvorsorgeunternehmen können ihre Kinder in diese Betreuung schicken – noch werde das laut Köhne aber nicht getan.

+++ Schichtwechsel ist jetzt kontaktlos +++

Thorsten Köhne, Vorstand der SWB AG, erklärt, dass schon jetzt der Schichtwechsel kontaktlos stattfindet.

+++ Folgende Linien werden im Sonderfahrplan nicht bedient +++

Nicht bedient im Sonderfahrplan der Bremer Straßenbahngesellschaft werden folgende Linien: 52, 82, 91, 92 und 95. Die Entwicklung werden aber angeschaut und falls sie benötigt werden, würde gegengesteuert, sagt Hajo Müller, Vorstandsmitglied der BSAG.

+++ Hansewasser hat 300 Menschen ins Home Office geschickt +++

Hansewasser hat seine Pandemiepläne aktualisiert, sagt Ekkehardt Siering. Er ist der Geschäftsführer der Hansewasser GmbH. Die Prozesse werden laut Siering täglich angepasst. In der vergangenen Woche wurde entschieden, welche Positionen unbedingt besetzt sein müssen, damit die Infrastruktur des Abwassers weiter aufrecht erhalten werden kann. 300 Personen sind im Home Office.

+++ Auch Bremer Stahlwerk plant wohl Kurzarbeit +++

Auch im Bremer Stahlwerk sind drastische Maßnahmen geplant. Wie "buten un binnen" ebenfalls aus Belegschaftskreisen erfahren hat, plant die Unternehmensleitung die Produktion herunterzufahren und Kurzarbeit anzumelden. Im Stahlwerk arbeiten rund 4.000 Menschen.

+++ BSAG richtet ab morgen Sonderfahrplan ein +++

Bremer Straßenbahngesellschaft (BSAG) hat einen Krisenstab, der täglich tagt, erklärt Hajo Müller. Er ist im Vorstand der BSAG. Der Stab sei mit allen Beteiligten im Gespräch. Die Mobilität soll für die Bremer weiter aufrecht erhalten werden, sagt Müller. Der öffentliche Personennahverkehr der BSAG wird ab morgen mit Einschränkungen weiterlaufen. Der Sonderplan werde auf dem Sonntagsfahrplan basieren, aber nicht eins zu eins übernommen. Die BSAG werde während der Arbeitszeiten vier Mal pro Stunde fahren. Die meisten Linien, die sonst sonntags nicht fahren, werden im Sonderfahrplan ebenfalls berücksichtigt. Alle Fahrplanänderungen sollen digital dargestellt werden, dies werde aber möglicherweise noch eine Weile dauern. Für Dauerkartennutzer gebe es noch keine Kolanzregelung, das sei ein Prozess, der noch im Gange ist, so Müller.

Senatorin Schaefer geht nicht davon aus, dass ab morgen die Busse und Straßenbahnen zu voll sein werden, denn schon jetzt seien weniger Fahrgäste in den Zügen. Müller ergänzt dazu, dass im Zweifelsfall nachgesteuert werden wird.

+++ Anlagen der SWB laufen noch regulär weiter +++

Die Anlagen der SWB laufen weiter. Die Herausforderung sei es, die Schichten auf den Standorten sicherzustellen, sagt Torsten Köhne, Vorstand der SWB AG. Der Betrieb solle so lange wie möglich aufrecht erhalten werden. Für Quarantänemaßnahmen sei aber ebenfalls vorgesorgt.

+++ BSAG will alle Linien weiter bedienen +++

Die BSAG gehe im höchsten Maße verantwortlich und sensibel mit der Situation um, sagt Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne). Das Ziel sei es, ein stabilen Fahrplan aufzustellen, damit alle Linien weiter bedient werden können.

+++ Umweltsenatorin appelliert an Bremer keine Hamsterkäufe zu tätigen +++

"Ich richte einen Appell an alle Bremer und Bremerinnen keine Hamsterkäufe zu tätigen, dafür gibt es keinen Anlass", sagt Maike Schaefer, Senatorin Umwelt und Verkehr (Grüne).

+++ Daimler in Bremen offenbar vor Produktionsstopp +++

Die Bremer Mercedes-Werk steht vor einem vorübergehenden Produktionsstopp. Das hat buten un binnen aus Belegschaftskreisen erfahren. Demnach plant die Unternehmensleitung, das Werk aufgrund der Corona-Pandemie ab Montag für mindestens zwei Wochen stillzulegen. Der Betriebsrat befindet sich zur Stunde in Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Der Daimler-Konzern hat die Maßnahme bislang nicht bestätigt. Das Mercedes Werk ist mit rund 12.000 Jobs der größte private Arbeitgeber des Bundeslandes.

+++ Polizei Bremerhaven: Bürger sollen Anzeigen online aufgeben +++

Die Polizei Bremerhaven versucht, die Kontakte in den Dienststellen einzuschränken. Deshalb bittet sie die Bürger, Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Fahrraddiebstahl oder Hasskommentaren im Netz online aufzugeben unter https://www.polizei.bremerhaven.de/online-wache.html. Ist eine Anzeigenaufgabe über die Online-Wache nicht möglich, können sich Betroffene telefonisch melden, allerdings nicht über die 110. Die Reviere sind folgendermaßen zu erreichen: Lehe: 0471/953-3221 (durchgehend geöffnet); Leherheide: 0471/953-3231 (6 bis 22 Uhr); Geestemünde: 0471/953-3321 (durchgehend) und Mitte: 0471/953-3331 (8 bis 19 Uhr). Bei Bedarf vergibt die Polizei nach telefonischer Rücksprache Termine für die Anzeigenaufnahme.

+++ Verhandlungsbetrieb am Amtsgericht und Landgericht eingeschränkt +++

Das Amtsgericht und das Landgericht Bremen werden ab sofort Verhandlungen nur noch in unaufschiebbaren Fällen durchführen. Diese Einschränkung gilt zunächst bis einschließlich 14. April 2020.

 Im Einzelnen bedeutet das, dass die Gerichte zwar unverändert geöffnet bleiben, aber nur noch die dringlichsten Fälle bearbeitet werden. Eil- und Haftsachen werden weiterhin mit der gebotenen Beschleunigung und – sofern gesetzlich vorgesehen – mit öffentlicher Verhandlung durchgeführt. Die Entscheidung darüber, welche Verfahren als unaufschiebbar gelten, treffen jeweils die zuständigen Richter oder Rechtspfleger. Sonstige Verhandlungstermine werden aufgehoben, die Verfahrensbeteiligten werden hierüber im Einzelfall ausdrücklich in Kenntnis gesetzt.

Wichtig ist, dass gerichtlichen Ladungen weiterhin Folge zu leisten ist, sofern der Geladene keine Abladung erhalten hat.  

+++ Ikea schließt seine Einrichtungshäuser – auch in Bremen und Bremerhaven +++

Ikea hat sein Einrichtungshäuser in Deutschland bis auf weiteres geschlossen. Dazu gehören auch die Standorte in Bremerhaven und in Brinkum (Gemeinde Stuhr). Ikea will damit die Gesundheit der Mitarbeiter und der Kunden schützen. Heute sind alle Mitarbeiter damit beschäftigt den Laden aufzuräumen und Ware für den Online-Handel vorzubereiten, so eine Sprecherin zu buten un binnen. Danach werden viele ins Home-Office geschickt. Nur ein Kernteam wird im Einrichtungshaus bleiben und die Online-Bestellungen zu bearbeiten. Die restlichen Mitarbeiter müssen Urlaub nehmen oder Überstunden abbauen.  

+++ Bremerhaven setzt Notmaßnahmen erst später um +++

In Bremerhaven werden die Notmaßnahmen zum Schutz vor der Corona-Epidemie erst später umgesetzt. Während sie in Bremen ab 0 Uhr am Mittwoch gelten, entscheidet der Bremerhavener Magistrat erst am Mittwoch über die Allgemeinverfügungen. “Der Magistrat wird entscheiden, die Leitlinien komplett umzusetzen. Die entsprechenden Allgemeinverfügungen sollen dann am Mittwoch beschlossen werden. Sie gelten dann ab Veröffentlichung“, sagte Magistratssprecher Volker Heigenmooser zu buten un binnen. Somit könnten die Maßnahmen in Bremerhaven dann ab Mittwochnachmittag gelten, möglicherweise auch erst ab Donnerstag um 0 Uhr.

+++ Justizressort setzt Ersatzfreiheitsstrafen aus +++

Das Justizressort hat angekündigt, jetzt die Ersatzfreiheitsstrafen auszusetzen, um die Justizvollzugsanstalt (JVA) zu entlasten. Menschen, die eigentlich so eine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen müssen, bekommen einen Aufschub für ihren Haftantritt bis zunächst 15. Mai 2020. Auch Gefangene, die gegenwärtige eine solche Freiheitsstrafe absitzen, wird diese, wenn denn keine Vollstreckungsverjährung droht, bis zunächst 15. Mai 2020 unterbrochen. Das bedeutet konkret: Wer wegen nicht gezahlter Geldstrafen in Haft sitzt, darf die JVA vorerst bis zum 15. Mai verlassen.

Außerdem wird die JVA ab sofort die bisherige Besuchsregel ausgesetzt. Verteidigerbesuche werden weiterhin ermöglicht. In begründeten Einzelfällen kann die JVA auch darüber hinaus Besuche genehmigen – allerdings nur zeitlich begrenzt und durch Trennscheiben getrennt.

+++ Wirtschafts- und Mobilitätssenatorinnen informieren +++

Der Senat hat für 13 Uhr und 14.30 Uhr jeweils eine Pressekonferenz angekündigt. Zum einen geht es um die Versorgung der Bremer. Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne) informiert gemeinsam mit der Bremer Straßenbahngesellschaft (BSAG), Stadtwerke (SWB), hanseWasser, Bremer Stadtreinigung und dem Amt für Straßen und Verkehr.

Bei der zweiten Pressekonferenz geht es darum, wie Unternehmen in Zeiten der Coronavirus-Pandemie unterstützt werden können. Für Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, steht bereits eine Task Force bei der Bremer Aufbau-Bank (BAB) bereit. Der Senat, die Kammern, die Unternehmensverbände und die Arbeitsagentur geben auf einer Senatspressekonferenz Informationen über weitere Maßnahmen wie Kurzarbeitergeld oder Steuerstundungen sowie über weitere Möglichkeiten.

+++ Zoo am Meer in Bremerhaven schließt auf unbestimmte Zeit +++

Ab Mittwoch schließt auch der Zoo Bremerhaven auf unbestimmte Zeit. “In den nächsten Tagen werden wir unsere internen Betriebsabläufe teilweise neu strukturieren – zum Schutz unserer Mitarbeiter und um die weitere Versorgung unserer Tiere sicherzustellen“, teilte Zooleiterin Heike Kück mit. Über die sozialen Medien und die Homepage des Zoos wollen die Mitarbeiter aber weiterhin über den Zoo-Alltag berichten. Dort wird es auch regelmäßig Neues von den Eisbärenbabys geben.

+++ Bremer Tierheim ist geschlossen +++

Das Bremer Tierheim wird ebenfalls auf Grund der Coronavirus-Pandemie geschlossen. Allerdings seien Tiervermittlungen nach Terminabsprachen weiterhin möglich, teilt der Bremer Tierschutzverein mit.

Das Tierheim bietet außerdem an, falls Tierhalter wegen des Coronavirus in stationärer Behandlung sind, könnten die Tiere im Notfall bei ihnen abgegeben werden. Allerdings nur dann, wenn sich keine Verwandten oder Bekannten um die Tiere kümmern können.

Wir sind für alle Tiere da, die in Not geraten sind. Dies gilt allerdings nur für absolute Notfälle und soweit es unsere Kapazitäten zulassen.

Brigitte Wohner-Mäurer, Vorsitzende des Bremer Tierschutzvereins

Betroffene Tierhalter sollen sich telefonisch an das Tierheim wenden. ausdrücklich weist der Tierschutzverein noch einmal darauf hin, dass das Coronavirus nicht von Haustieren übertragbar ist und bittet alle Tierhalter, ihre Tiere nicht aus Angst oder Panik abzugeben.

+++ Bremer und Bremerhavener Verbraucherzentralen sind geschlossen +++

Aufgrund der Corona-Pandemie bleibt die Verbraucherzentrale Bremen ab sofort bis zunächst zum 19. April 2020 geschlossen. Auch die Rechtsberatungen in den Quartieren Huchting, Gröpelingen und Bremerhaven-Lehe finden nicht statt. Alle Veranstaltungen der Verbraucherzentrale Bremen sind bis Ende April abgesagt. Die Beratungen finden trotzdem noch statt – allerdings telefonisch oder online via E-Mail.

"Wir wollen mit der Schließung die Menschen in Bremen und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen, denn die Gesundheit hat bei uns oberste Priorität", sagt Dr. Annabel Oelmann, Vorständin der Verbraucherzentrale Bremen. "Die Verbraucherzentrale versucht, die Erreichbarkeit und Leistungsfähigkeit ihrer Einrichtungen auf diesem Weg sicherzustellen und werden den Verbraucherinnen und Verbraucher mit Rat und Tat zur Seite stehen."

+++ Sparkasse Bremen öffnet nur noch ausgewählte Filialen +++

Die Sparkasse Bremen hat entschieden, ab heute nur noch ausgewählte Filialen zu öffnen. Flächendeckend bleiben die Geldautomaten und Selbstbedienungsfoyers geöffnet und auch der Telefonservice hilft 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Die Sparkasse Bremen empfiehlt ihren Kunden außerdem, auf Bargeld zu verzichten. Besser sollte mit der Kredit- oder Girokontokarte bezahlt werden oder aber Transaktion über das Smartphone erledigt werden.

Darüber hinaus weißt die Sparkasse Bremen darauf hin, dass zahlreiche Services keinen persönlichen Besuch in der Filiale erfordern, sondern problemlos über das Online Banking oder die Sparkassen-App genutzt werden können.

Diese Filialen in Bremen sind geöffnet:

  • Am Brill 1-3 in der Bremer Stadtmitte
  • Gröpelinger Heerstraße 188 in Gröpelingen
  • Ernst-Buchholz-Straße 7 in Obervieland
  • Gerold-Janssen-Straße 5-7 in Horn-Lehe
  • Gerhard-Rohlfs-Straße in Vegesack
  • St.-Gotthard-Straße 1 in Osterholz.

+++ Bovenschulte: Noch kein Grund Katastrophenfall auszurufen +++

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bestätigt im Gespräch mit Bremen Zwei, dass es in Bremen derzeit noch nicht nötig sei, den Katastrophenfall auszurufen.

+++ Daimler-Werk und andere Industriebetriebe bleiben geöffnet +++

Viele User und Hörer fragten sich, ob auch das Bremer Daimler-Werk wegen der Coronakrise schließen müsse, da die Arbeiter dort so dicht beieinander arbeiten würden. "Nein, die Industriebetriebe müssen derzeit nicht geschlossen werden", sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) jetzt bei Bremen Vier. Auch Friseur-Salons, Fahrschulen und Physiotherapiepraxen nannte Bovenschulte als Beispiele für Dienstleister und handwerkliche Berufe, die weiterhin geöffnet bleiben sollen.

Grafische Darstellung eines Schemas über die Eindämmung des Corona-Virus Z eit F älle Unkont r ollie r te A usb r eitung Mit Maßnahmen Quelle: Bundesgesundheitsministerium Kapazität des Gesundheitssystems
Bild: Radio Bremen

+++ Neue Regelungen gelten erst einmal bis nach Ostern +++

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden bis nach Ostern gelten, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bei Bremen Vier. Laut seiner Prognose werden die Regelungen aber wohl auch nach Ostern noch weiter laufen müssen. Ab Mittwoch sollen Bars, Clubs und Discotheken schließen, ebenso alle Museen und Theater. Betroffen sind auch Fitnessstudios, Schwimmbäder und Kinderspielplätze.

+++ Seehäfen leiden unter der Corona-Krise +++

In den Seehäfen in Bremen und Niedersachsen kommen wegen der Coronavirus-Krise weniger Schiffe an, der Umschlag von Gütern bricht ein. Doch mit genauen Zahlen halten sich Häfen, Terminalbetreiber und Reedereien zurück. Um 20 bis 30 Prozent werde der Umschlag im März und April sinken, erwartet die Bremische Hafenvertretung BHV, eine Interessenvertretung von Hafen- und Logistikbranche im kleinsten Bundesland, nach eigenen Angaben.

+++ Eine Neuinfektion in der Stadt Bremen +++

Die Zahl der im Land Bremen bestätigten Corona-Fälle ist auf mittlerweile 57 gestiegen. Das hat die Bremer Gesundheitsbehörde am Montagabend mitgeteilt. Demnach ist keiner der derzeit Erkrankten in einem kritischen Gesundheitszustand. Nach Einschätzung von Bremens Gesundheitssenatorin Bernhard wird die Zahl der Erkrankten in den kommenden Tagen steigen, weil zuletzt mehr getestet wurden. Unter der Telefonnummer "115" können Bremer und Bremerhavener nach wie vor Informationen rund um das Virus bekommen. Die Kassenärztliche Vereinigung bittet darum, andere Nummern, wie auch den Notruf, nicht unnötig mit Nachfragen zu blockieren.

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+++ Öffentliches Leben wird weiter eingeschränkt +++

Das öffentliche Leben wird wegen der Coronakrise in Bremen wie der gesamten Bundesrepublik weiter eingeschränkt. Das haben die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Merkel verabredet. Demnach sollen auch Bars, Clubs und Discotheken spätestens ab Mittwoch schließen, ebenso alle Museen und Theater. Betroffen sind auch Fitnessstudios, Schwimmbäder und Kinderspielplätze. Auch die Bremer Osterwiese wurde inzwischen abgesagt. Restaurants sollen vorerst ihre Türen öffnen dürfen – aber nur bis abends um 18 Uhr. Geöffnet bleiben außerdem Supermärkte, Apotheken, Banken und Tankstellen.

Wie gefährlich ist das Coronavirus für Schwangere und Ungeborene?

Video vom 16. März 2020
Martin Götz sitzt im Bremer Gesundheitsressort
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. März 2020, 19:30 Uhr