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Corona-Ticker: Strengere Kontakt-Beschränkungen im Dezember

Künftig dürfen sich nur noch maximal fünf Personen aus zwei Haushalten privat treffen, berichtet Bovenschulte von den Corona-Beratungen von Bund und Ländern.

Bürgermeister Bovenschulte bei einer Pressekonferenz im Rathaus
Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat mit den Länderchefs und der Kanzlerin über neue Corona-Maßnahmen diskutiert. Bild: Radio Bremen

25.11.2020, 21:51 Uhr

Keine großen Veränderungen in Bremer Schulen

Unterschiedliche Auffassungen habe es vor allem beim Thema Schulen geben. Rausgekommen sei, dass es einheitlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht ab der siebten Klasse geben soll, sagte Bovenschulte. "Das ist jetzt für Bremen nichts Neues." In Corona-Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sollen darüber hinaus weitere Maßnahmen wie Wechselunterricht ergriffen werden.

25.11.2020, 21:45 Uhr

Besondere Regeln für Corona-Hotspots

Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 binnen sieben Tagen, müssten künftig ganz besonderen Anstrengungen unternehmen, um die Fallzahlen zu drücken, sagte Bovenschulte. Das betreffe um die 80 Städte und Kreise in Deutschland.

25.11.2020, 21:38 Uhr

Ausnahmen für Weihnachten

Besondere Regeln für Weihnachten seien ein großes Thema bei dem Treffen gewesen, sagte Bovenschulte. Man habe keine falschen Signale setzten wollen, dass jetzt ordentlich gefeiert werden könne. "Gleichzeitig muss es möglich sein, im engsten Freundes- und Familienkreis die Festtage zu begehen", sagte Bovenschulte. Dem entsprechend gebe es für die Zeit vom 23. Dezember bis 1. Januar eine gewissen Lockerung: Im engsten Familien- und Freundeskreis sind dann Treffen bis maximal zehn Personen möglich.

25.11.2020, 21:30 Uhr

Verschärfte Kontaktbeschränkungen im Dezember

Bei privaten Zusammenkünften dürfen im Dezember maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen kommen, sagte Bovenschulte. Bisher waren bis zu zehn Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahren seien davon allerdings ausgenommen.

25.11.2020, 21:19 Uhr

Bovenschulte: "Partielle Lockdown wird verlängert"

Der wichtigste Beschluss der Beratungen mit den Ministerpräsidenten sei, dass der Teil-Lockdown verlängert wird, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte. "Formell erst einmal bis zum 20. Dezember. Aber wir gehen fest davon aus, dass es zu einer Verlängerung in den Januar hinein kommen wird."

Damit sei die Schließung der Gastronomie und der Freizeiteinrichtungen gemeint, sagte Bovenschulte. Eben die Einschränkungen, die schon im November beschlossen wurden. Auch die Novemberhilfen für betroffenen Betriebe sollen in den Dezember verlängert werden.

25.11.2020, 20:37 Uhr

Pressekonferenz des Bremer Senats für 21 Uhr angesetzt

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) informiert auf einer Pressekonferenz, auf welche neuen Corona-Maßnahmen sich die Länderchefs heute beim Gespräch mit der Kanzlerin verständigen konnten. Die Pressekonferenz hatte sich immer weiter verzögert – wir übertragen sie live.

25.11.2020, 18:39 Uhr

Strenge Kontaktbeschränkungen im Dezember geplant

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden: auf den eigenen und einen weiteren Haushalt – jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung vonseiten des Bundes sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus.

Schleswig-Holstein will an seinen eigenen Kontaktbeschränkungen festhalten. Über Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden, wie schon zuvor bekanntgeworden war. Vom 23. Dezember an sollen Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen "längstens" bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

25.11.2020, 18:16 Uhr

Bund und Länder wollen Verzicht auf Silvesterböller empfehlen

Bund und Länder wollen den Bürgern empfehlen, zum Jahreswechsel auf ein Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen soll die Verwendung von Pyrotechnik untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden – darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr.

Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus. Zuvor hatte auch die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. Die örtlich zuständigen Behörden sollen demnach die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sollen untersagt werden. Im Vorfeld der Beratungen hatten sich die unionsgeführten Bundesländer anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller ausgesprochen.

25.11.2020, 17:26 Uhr

Bund und Länder planten neue Hotspot-Strategie

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, Verschärfungen für Gebiete mit besonders hohen Zahlen an Corona-Infektionen einzuführen. Ab einer sogenannten Inzidenz über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Strategie zusätzliche Einschränkungen geben, beschließen Kanzlerin und Ministerpräsidenten nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen. Dazu zählen zusätzliche Regelungen im Bereich der Schulen und des Einzelhandels sowie weitergehende Kontaktbeschränkungen.

25.11.2020, 17:09 Uhr

Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich

Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte der Bremer Senat mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen. Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro. Die Anträge können über eine bundeseinheitliche IT-Plattform gestellt werden.

25.11.2020, 16:36 Uhr

Bund und Länder wollen strengere Auflagen für größere Geschäfte

Bund und Länder wollen in der Corona-Krise den Groß- und Einzelhandel weiter geöffnet lassen – aber strengere Auflagen für größere Geschäfte machen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von verschiedenen Teilnehmern der Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch erfuhr, gibt es zum Punkt Einzelhandel eine Einigung. Ein Gesamtpapier war aber noch nicht beschlossen. Zuvor hatten unter anderem die "Bild"-Zeitung und der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Zum Einzelhandel ist demnach ein abgestuftes Verfahren geplant. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche befinden soll. In größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern insgesamt wie Kaufhäusern ist folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro zehn Quadratmetern befinden – auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

25.11.2020, 13:45 Uhr

Bremer Pressekonferenz zu Corona-Beschlüssen

Im Anschluss an die heutige Videokonferenz der Länderchefs und -chefinnen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte in einer Pressekonferenz über die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie informieren. Die Pressekonferenz soll gegen 18 Uhr beginnen. Wir übertragen sie live. Da das genaue Ende des Bund-Länder-Gipfels nicht verlässlich vorausgesagt werden kann, kann sich der Beginn der Pressekonferenz verzögern. Das Gespräch zwischen Bund und Ländern findet am Nachmittag statt.

25.11.2020, 10:55 Uhr

Ärztegewerkschaft hält Zahl der Corona-Tests in Deutschland für zu niedrig

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist mit der Zahl der Corona-Tests in Deutschland unzufrieden. "Pro eine Million Einwohner wird beispielsweise in Belgien und Spanien viel mehr, in Großbritannien sogar doppelt so viel getestet wie bei uns", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch. "Wir schöpfen nicht alle Möglichkeiten aus, die es gibt, zum Beispiel PCR-Diagnostik in veterinärmedizinischen Laboren." 

Auch die Verfügbarkeit von Antigen-Schnelltests lasse noch sehr zu wünschen übrig. Zwar gebe es hierzu seit mehr als einem Monat neue Vorschriften. "Dennoch werden Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken nur in sehr geringem Umfang getestet", kritisierte Johna. "Das ist nicht nachvollziehbar und stellt eine potenzielle Gefahr für das Personal und die Patienten dar."

25.11.2020, 08:56 Uhr

Lauterbach: Teil-Lockdown wirkt weit schwächer als erwartet

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eingeräumt, dass der derzeitige Teil-Lockdown die Corona-Infektionszahlen bei weitem nicht so senkt wie erwartet. "Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben", sagte Lauterbach am Mittwochmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Grund dafür seien neue Infektionsherde etwa in Schulen. Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. "Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein", sagte Lauterbach. Die Einigung der Ministerpräsidenten vor den Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch sieht flächendeckenden Wechselunterricht bislang nicht vor.

25.11.2020, 08:30 Uhr

Höchstwert: 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) einen Höchstwert an neuen Corona-Todesfällen gemeldet. Binnen 24 Stunden übermittelten sie 410 Fälle, bei denen Menschen an oder unter Beteiligung einer Corona-Infektion gestorben sind (Stand: 25.11., 00.00 Uhr), wie aus RKI-Daten von Mittwochmorgen hervorgeht. Das ist Rekord seit Beginn der Pandemie. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771.

25.11.2020, 08:04 Uhr

Mehr als 18.600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 18.600 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 18.633 neue Ansteckungsfälle erfasst. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg nach RKI-Angaben um 410 auf 14.771. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 961.320 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei 656.400.

25.11.2020, 07:46 Uhr

Alle Bundesländer bis auf Bremen für Verlängerung der Weihnachtsferien

Die Weihnachtsferien sollen einige Tage früher beginnen. Darauf haben sich die Bundesländer am Dienstag geeinigt. Letzter Schultag vor den Ferien soll nach dem Willen der Länder jetzt Freitag, der 18. Dezember, sein. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Nur Bremen sei dagegen gewesen, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Niedersachsen hatte einen früheren Ferienbeginn zuletzt noch abgelehnt, hat sich jetzt aber doch für einen früheren Ferienbeginn entschieden. Das bestätigte Niedersachsens Ministerpräsident Weil (SPD). Bremen zögert offenbar noch. Man habe sich noch nicht entschieden und werde die Konferenz abwarten, hieß es am Dienstag aus dem Rathaus. Das Bildungsressort erklärte am Morgen auf Anfrage von buten un binnen, Bremen sei nicht dagegen, man wolle es nur etwas anders lösen. Bürgermeister Bovenschulte (SPD) werde sich heute dazu äußern.

25.11.2020, 07:30 Uhr

Beratungen über schärfere Corona-Regeln und den Kurs an Weihnachten

Bundeskanzlerin Merkel berät am heutigen Nachmittag (gegen 14 Uhr) mit den Ministerpräsidenten der Länder über die weiteren Corona-Maßnahmen bis zum Jahresende. Dabei geht es unter anderem um eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen für Weihnachten und Silvester. Die Länder hatten sich dazu auf ein Maßnahmenpaket geeinigt.

Für die kommenden Wochen sind weitere Kontaktbeschränkungen geplant. Maximal 5 Menschen aus unterschiedlichen Haushalten sollen sich privat noch treffen dürfen, Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. Für Weihnachten und Silvester soll die Kontaktbeschränkung auf maximal 10 Menschen erweitert werden, um kleine Familientreffen zu ermöglichen. Die Länder empfehlen außerdem, vor den Feiertagen Kontakte weitgehend zu meiden.

25.11.2020, 07:00 Uhr

Bremer Gesundheitswissenschaftler kritisiert aktuelle Corona-Strategie

Eine Gruppe kritischer Wissenschaftler um den Bremer Gesundheitswissenschaftler Gerd Glaeske hat ein Thesenpapier zur aktuellen Corona-Strategie der Behörden vorgelegt. Darin heißt es gleich zu Beginn: "Ein Strategiewechsel ist unvermeidlich. Die gegenwärtig vorhandenen epidemiologischen Daten zur Covid-19-Epidemie aus dem In- und Ausland sprechen gegenwärtig nicht mehr für eine Welle, die 'gebrochen' werden kann, sondern eher für ein kontinuierliches Ansteigen der Zahlen." Im Kern behandelt das Papier zweierlei: Die Datenbasis der bisherigen Corona-Politik und die daraus abgeleitete Schutz-Strategie. Die berühmten "Inzidenzwerte" zur Beschreibung der Zahl der Infektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen fußen auf eher zufälligen Daten und lassen die als sicher anzunehmende Dunkelziffer unbeachtet. Konkret: "Einfache Modellrechnungen zeigen, dass die 'Dunkelziffer' der Infektion in der nicht-getesteten Bevölkerung um ein vielfaches über der Zahl der bekannten, neu gemeldeten Infektionen (Melderate) liegt."

Die Gruppe plädiert daher für breit angelegte "Kohorten-Studien". Dazu müsste eine recht große zufällig ausgewählte repräsentative Bevölkerungs-Stichprobe regelmäßig alle zwei Wochen getestet werden. Der Nutzen solcher langfristig laufenden Studien liege nicht nur rückblickend in der besseren Einschätzung dessen, was in den vergangenen zwei Wochen geschehen sein mag, sondern weise auch in die Zukunft: "Weiterhin sind Kohorten-Studien unerlässlich, um Impfkampagnen zu planen und zu bewerten." Gerade angesichts der aktuellen Entwicklungen hat das besondere Bedeutung: "Es ist ein großes Versäumnis, dass sie bisher nicht durchgeführt wurden, aber sie können (und sollten) auch heute noch initiiert werden," mahnt die Autorengruppe. Und auch der Epidemiologe Hajo Zeeb, der die Bremer Bildungsbehörde im Kampf gegen die Corona-Pandemie berät, stimmt zu: "So eine Kohorten-Studie wäre schon der Weg, den man braucht."

Diese Corona-Maßnahmen planen die Länder für Weihnachten und Silvester

Video vom 24. November 2020
Eine Grafik mit den neuen Corona Maßnahmen und einem Shutdown bis zum 20. Dezember.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. November 2020, 19:30 Uhr