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So läuft der Schulstart in Bremerhaven im Zeichen der Corona-Pandemie

Audio vom 31. August 2021
Kinder mit Masken halten Schultüten.
Bild: DPA | Christopher Neundorf/Kirchner-Media
Bild: DPA | Christopher Neundorf/Kirchner-Media

Vor dem Start des neuen Schuljahres hat die Stadt Bremerhaven über die Bedingungen in den Schulen informiert. Dabei ging es neben Corona auch um die Personalsituation.

Wenn in Bremerhaven die neuen Schülerinnen und Schüler eingeschult werden, müssen sie sich neben dem ungewohnten Umfeld auch mit verschärften Corona-Maßnahmen zurechtfinden. Für alle allerdings gilt: Ab dem ersten Schultag am 2. September gibt es Präsenzunterricht.

Obwohl auch das neue Schuljahr im Zeichen von Corona steht, ist Bremerhavens Schuldezernent, Stadtrat Michael Frost (parteilos), froh, dass alle Schüler wieder vor Ort unterrichtet werden können. Er bezeichnete dies bei der Vorstellung des Konzepts zum Schuljahresbeginn am Dienstag als wichtiges Signal für die Anstrengungen um eine gute Schulbildung.

Wie läuft der Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen an?
Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung der Corona-Fallzahlen haben das Schulamt und das Gesundheitsamt festgelegt, dass die ersten zweieinhalb Schulwochen tägliche Antigen-Schnelltests durchgeführt werden. Dies gilt für alle Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind. Gleichzeitig gilt eine generelle Maskenpflicht auch während des Unterrichts. Diese Maßnahmen gehen über die Corona-Landesverordnung hinaus und sollen das Einschleppen und Verbreiten des Virus in der Schule eindämmen.

Auch sollen so Quarantänemaßnahmen für größere Gruppen vermieden werden. Infiziert sich doch ein Kind, soll nicht mehr die ganze Klasse in Quarantäne müssen, sondern nur dessen engsten Kontakte. Nach der Anfangszeit sollen wieder die Regeln der Corona-Verordnung gelten, mit einer Maskenpflicht nur für Verkehrswege und Tests zweimal die Woche. Stadtrat Frost erwartet, dass der Magistrat die Maßnahmen am Mittwoch bestätigen wird.
Auf welchem Stand ist die Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern?
Die Stadt sieht die flächendeckende Ausstattung von Klassenräumen mit sogenannten Luftreinigungsgeräten als wichtigen Baustein zum Schutz vor einer Ansteckung durch das Coronavirus. Bisher seien alle Grundschulklassen und die Räume der Jahrgänge 5 und 6 ausgestattet worden. Als nächstes werde sich Seestadt Immobilien darum kümmern, die Klassenräume der 7. und 8. Klassen zu bestücken, teilte der Magistrat mit. Aktuell seien 360 Geräte aufgestellt, im Laufe der kommenden Woche sollen weitere hundert Geräte geliefert werden.
Wie reagiert Bremerhaven auf den Lehrermangel?
Es werden insgesamt 1.140 Kinder eingeschult und damit knapp 100 mehr als im vorigen Schuljahr. Entsprechend wächst auch die Zahl der Beschäftigten: Nach Angaben der Stadt ist die Zahl der Lehrkräfte um rund 35 auf 1.296 gestiegen. Derzeit sind noch 55 Stellen unbesetzt. Zwar sei Bremerhaven ebenfalls von der bundesweiten Problematik des Lehrkräftemangels betroffen, Gegenmaßnahmen zeigten jedoch Wirkung, so Schuldezernent Frost. Darunter die Gewinnung, Bildung und Qualifizierung insbesondere von Quereinsteigern durch das Schulamt.

"Durch diese Maßnahmen konnte eine Zuspitzung des Fachkräftemangels kompensiert werden", so Frost. Dies wolle man nochmals intensivieren. Lehrkräfte seien außerdem zu Sonderpädagogen weitergebildet worden. Vor allem Kunst, Musik, Sport, aber auch Mathe, Englisch und Physik sind Fächer in denen es zu wenig Lehrkräfte gibt. Deswegen strebt das Schulamt zum Beispiel auch Kooperationen mit Musikschulen, der Hochschule oder auch dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) an, um Unterrichtsangebote machen zu können.

Schul- und Kitastart im Land Bremen: So soll es klappen trotz Corona

Video vom 31. August 2021
Zwei Corona-Schnelltests liegen auf einem Tisch in einem Klassenzimmer.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Joschka Schmitt Redakteur und Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Bremen Vier Läuft, 31. August 2021, 14:15 Uhr