Ein Jahr Corona in Bremen: So haben die Menschen die Zeit erlebt

Vor einem Jahr wurde im Land der erste Corona-Fall bekannt. Bremerinnen und Bremer erzählen, was sie damals empfunden haben – und warum nicht alles schlecht war.

Eine Collage aus verschiedenen Bremerinnen und Bremern
Marco, Kolja, Ayesha, Christian, Ralf, Gabriele, Christa und Monika (von links oben nach rechts unten): Sie alle haben das Corona-Jahr sehr unterschiedlich erlebt. Bild: Radio Bremen

Lässt sich das Ende der Normalität, wie wir sie vor Corona kannten, auf einen konkreten Tag festlegen? Nach und nach hat sich immer mehr verändert in unseren Leben. Aber Fakt ist: Am 29. Februar 2020 begannen die Bremer zu verstehen, dass sie an dem Virus nicht vorbeikommen werden. Denn an jenem Samstag wurde in Bremen der erste Corona-Fall offiziell bestätigt.

Die Frau, die damals an Corona erkrankt war, war aus dem Iran eingereist und mit leichten Symptomen im Klinikum Bremen-Mitte behandelt worden. Sie erholte sich wieder von dem Virus und wurde später aus dem Krankenhaus entlassen. Doch von nun an ist klar: Das Coronavirus hat das kleinste Bundesland erreicht. Und offenbar machte sich ein Gefühl der Unsicherheit breit: So erzählen es uns Bremerinnen und Bremer, die wir gefragt haben, wie es ihnen am Tag des ersten Coronafalls in Bremen und seitdem gegangen ist.

Erster Corona-Fall in Bremen: Was haben Sie damals gedacht und gefühlt?

Video vom 26. Februar 2021
Ayesha im Porträt
Bild: Radio Bremen

Für alle von ihnen hat sich das Leben durch die Pandemie verändert, sich wie ein Schleier über bestimmte Lebensbereiche gelegt, andere Themen verdrängt, den Alltag verändert.

Maske tragen und Abstand halten gehört zur neuen Normalität genauso dazu wie Home Office und Home Schooling, der digitale Spieleabend mit Freunden oder der Spaziergang durch den Park. Das Jahr war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.

Mit welchen drei Worten würden Sie das Jahr beschreiben?

Video vom 26. Februar 2021
Marco im Porträt
Bild: Radio Bremen

Ein verlorenes Jahr war es für viele trotzdem nicht. Trotz Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und der Sorge, wie es weitergeht, sind die kleinen Glücksmomente geblieben. Einige haben die eher bei sich gefunden, andere im Zusammensein mit der Familie, manchmal war es auch einfach nur ein schöner Sommertag, der zu den Höhepunkten im Corona-Jahr zählte. Was auffällt: Die Krise hat viele ins Nachdenken gebracht, darüber, was eigentlich wichtig ist im Leben.

Was war schön für Sie im Corona-Jahr?

Video vom 26. Februar 2021
Monika im Porträt
Bild: Radio Bremen

Auch nach einem Jahr Corona ist immer noch kein Ende der Pandemie abzusehen. Ein Umstand, der belastet und der vorsichtig werden lässt mit Prognosen. Je länger die Krise andauert, umso größer wird der Wunsch, dass das, was früher so normal und selbstverständlich schien, wieder möglich ist: Reisen, Freunde treffen, Theaterbesuche. Ungewiss, wann das wieder geht.

Wie wird es in einem Jahr in Bremen sein?

Video vom 26. Februar 2021
Kolja im Porträt
Bild: Radio Bremen

Wahrscheinlich ist gerade das die Herausforderung: Optimistisch zu bleiben inmitten der Nachrichten über Mutationen und einer nahenden dritten Welle und dem Gefühl, nicht zu wissen, ob die Normalität von einst jemals zurückkehren wird. Der Jahrestag kann da vielleicht ein Anlass sein, eine ganz persönliche Bilanz zu ziehen, die schönen und schlechten Momente dieses Corona-Jahres Revue passieren zu lassen. Und Kraft zu schöpfen aus dem Wissen, dass wir dieses Jahr gemeistert haben.

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Video vom 29. Februar 2020
Der Reporter Jan Meier-Wendte vor dem Bremer Krankenhaus Bremen Mitte
Bild: Radio Bremen

Autorin

  • Catherine Wenk

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 1. März 2021, 23:30 Uhr