Bovenschulte schließt Ausgangssperre für Bremen vorerst aus

  • An den Regeln solle sich vorerst nichts grundsätzlich ändern
  • Maßnahmen bräuchten Zeit, um zu wirken
  • Einhaltung der Regeln werde genau kontrolliert
Video vom 22. März 2020
Unter dem Balkon des bremer Rathauses sitzen mehrer Menschen auf den Bänken.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte schließt eine Ausgangssperre für Bremen aus – zumindest vorerst. An den von Bund und Ländern im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossenen Maßnahmen werde sich in den kommenden zwei Wochen nichts grundsätzlich ändern, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend bei buten un binnen. "Wir wollen erstmal den Maßnahmen Zeit geben, um zu wirken." Das würde zehn bis zwölf Tage dauern.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die Infektionsraten damit senken können.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Auch andere Maßnahmen, die beispielsweise in Bayern gelten, wolle Bremen nicht übernehmen. So bleiben auch Baumärkte vorerst geöffnet, sagte Bovenschulte. Trotzdem müssten dort wie überall Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Ansonsten seien die meisten Regeln in den Ländern gleich – auch wenn sie anders genannt werden würden.

Die Einhaltung der Vorgaben werde kontrolliert. "Ordnungsamt und Polizei sehen genau hin", sagte Bovenschulte. "Wir kennen da kein Pardon." Schließlich gehe es um "knallhart geltende Regeln". Zu möglichen Strafen und Bußgeldern äußerte er sich nicht. Dafür gibt es auch keine bundesweite Regelung. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) beispielsweise sagte, es könnten Strafen bis zu 25 000 Euro verhängt werden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. März 2020, 19:30 Uhr