Bremer Gesundheitsbehörde rechnet mit weiteren Corona-Fällen bei DHL

  • 37 Corona-Fälle in DHL-Verteilzentrum in Bremen-Strom
  • Erste Fälle traten bereits vergangene Woche auf
  • Bereits Ende April Corona-Ausbruch bei DHL in Bremen
Eine Außenaufnahme vom DHL-Zentrum im Güterverkehrszentrum.
Im DHL-Zentrum in Bremen-Strom haben sich 37 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

In Bremen gibt es einen neuen Corona-Hotspot. Laut der Gesundheitsbehörde sind im DHL-Verteilzentrum im Güterverkehrszentrum (GVZ) inzwischen 37 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sieben der Beschäftigten sind im Bremer Umland gemeldet und werden der Behörde zufolge daher nicht in der Bremer Statistik erfasst.

Gesundheitsamt will weitere Infektionen verhindern

Um weitere Infektionen zu verhindern, hat das Bremer Gesundheitsamt verschiedene Maßnahmen angeordnet, die gemeinsam mit der DHL umgesetzt wurden. So würde DHL beispielsweise dafür sorgen, dass die Mitarbeiter den Mindestabstand einhalten können. Außerdem würde das Unternehmen Desinfektionsmöglichkeiten schaffen.

Laut dem Sprecher der Gesundheitsbehörde Lukas Fuhrmann setzt das Unternehmen die Maßnahmen des Amts gut um. Man müsse jedoch damit rechnen, dass noch weitere Fälle im Verteilzentrum folgen – auch weil DHL die Mitarbeiter dort nun intensiv testet.

Die Pressestelle von DHL teilte auf Anfrage mit, dass seit der vergangenen Woche mehrere Hundert Mitarbeiter des DHL-Verteilzentrums im GVZ auf Covid-19 getestet worden seien. "Der Anteil der positiv getesteten Mitarbeiter lag bislang im einstelligen Prozentbereich", teilte ein DHL-Sprecher mit. Diese sowie weitere Mitarbeiter hätten sich in Quarantäne begeben. Derzeit sei aber noch unklar, wo sich die Mitarbeiter infiziert haben. Der Betrieb im DHL-Zentrum im GVZ gehe ohne Einschränkungen weiter. Es gebe ausreichend Desinfektions-Möglichkeiten.

Zweiter Corona-Ausbruch in Bremer DHL-Zentrum

Bereits Ende April hatte es einen Corona-Ausbruch in einem DHL-Zentrum in Bremen-Hemelingen gegeben. Dieser Ausbruch ist laut Gesundheitsbehörde inzwischen beendet. Damals hatte DHL laut Behörde Sicherheitspersonal eingestellt, das kontrollieren sollte, ob sich die Mitarbeiter an die Hygienevorgaben halten.

Die Gesundheitsbehörde weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Virus durch Tröpfcheninfektion übertragen werde. Es gebe bisher keine Beweise dafür, dass von Postsendungen ein Übertragungsrisiko ausgeht, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Mai 2020, 9 Uhr