Chefin der Bremer Ärztekammer unterstützt FFP2-Maskenpflicht

  • FFP2-Masken müssen laut Medizinerin Gitter bezahlbar sein
  • Auch Recht auf Homeoffice solle ausgeweitet werden
  • Bremens Bürgermeister fordert die gleichen Maßnahmen
Eine junge Frau steigt in einen Zug
Bremens Ärztekammerpräsidentin würde gern mehr FFP2-Masken im öffentlichen Raum sehen Bild: DPA | Sven Simon

Bremens Ärztekammerpräsidentin Heidrun Gitter findet es richtig, an mehr Orten das Tragen von FFP2-Masken vorzuschreiben und das Recht auf Homeoffice auszuweiten. Das Gleiche hatte auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) im ARD-Morgenmagazin gefordert.

FFP2-Masken seien sicherer, weil sie den Träger selber, aber auch das Gegenüber schützten, sagte Gitter. Wichtig sei mehr Aufklärung, wie die Masken zu benutzen seien: nämlich eng anliegend am Gesicht. Wenn es zu einer Pflicht komme, dann sollten die Masken, die eine Ansteckung durch das Coronavirus besser verhindern, ausreichend verfügbar und vor allem bezahlbar sein, sagte die Ärztekammerpräsidentin zu buten un binnen. Denkbar sei ein festgelegter Preis.

Niedersachsen will verbindliche Regelung für Homeoffice

Eine Frau schaut in die Kamera.
Heidrun Gitter würde gern mehr FFP2-Masken im öffentlichen Raum sehen. Bild: Radio Bremen | Verena Patel

Um die Zahl der Kontakte zu verringern, sollte vor allem der öffentliche Dienst vorangehen und möglichst viele Mitarbeiter ins Homeoffice schicken, forderte die Medizinerin. Dass jedoch Zwänge und Pflichten hier weiterhelfen, bezweifelt Gitter.

Eine verbindliche Regelung zum mobilen Arbeiten will Niedersachsen mit anderen SPD-geführten Ländern am Dienstag bei den Besprechungen von Bund und Ländern zum Lockdown erreichen. "Wir sollten eine Regelung bekommen, dass überall da, wo es möglich ist, Homeoffice angeboten werden muss", sagte Bürgermeister Bovenschulte am Montag. Auch der Idee, FFP2-Masken im öffentlichen Raum künftig vermehrt einzusetzen, könne er viel abgewinnen, sagte der SPD-Politiker.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 18. Januar 2021, 17 Uhr