Filmfest Bremen zeichnet Regisseurin Caroline Link aus

  • Regisseurin erhält zum Veranstaltungsauftakt den "Großen Preis des Filmfestes"
  • Auszeichung für ihre Verdienste um das Satirische und Komödiantische im Film
  • Im Hauptwettbewerb werden bis Sonntag 120 Produktionen gezeigt

Zum Auftakt des Filmfestes Bremen ist am Abend die Regisseurin Caroline Link mit dem "Großen Preis des Filmfestes" ausgezeichnet worden. Die erstmals verliehene Ehrung wird Link für ihre Verdienste um das Satirische und Komödiantische im Film verliehen. Die Regisseurin erhielt 2003 den Oscar für ihren Film "Nirgendwo Afrika". Im Dezember 2018 kam ihr bislang meistbesuchter Film in die Kinos: "Der Junge muss an die frische Luft". Darin wird die Kindheitsgeschichte des deutschen Entertainers Hape Kerkeling erzählt, der später bei Radio Bremen seine Karriere begann.

Für Caroline Link (55) gehört Humor bei ernsten Kinostoffen dazu. Es gebe keinen Mangel an Komödien in Deutschland, sagte die Filmemacherin am Donnerstag in Bremen der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ich vermisse manchmal den Humor im anspruchsvollen Kino", sagte Link. "Wenn man vom Leben erzählt, dann gehört auch in traurigen Geschichten, im anspruchsvollen Kino Leichtigkeit, Situationskomik, Humor, Sprachwitz, Dialogwitz dazu."

120 Produktionen beim Filmfest

Im Hauptwettbewerb des Filmfestes Bremen geht es in den kommenden Tagen um Humor und Satire. Bis Sonntag werden mehr als 120 Produktionen gezeigt. Mittlerweile hat sich das Filmfest Bremen zu einem viertägigen Event entwickelt, bei dem Filme aus 40 Ländern gezeigt werden. Trotz der internationalen Öffnung der vergangenen Jahre liegt ein wichtiger Schwerpunkt immer noch auf Werken von Bremer Filmemachern oder mit Bremer Bezug.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. September 2019, 19:30 Uhr