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BSAG will in den nächsten Jahren etwa 20 E-Busse kaufen

  • BSAG muss mit Kosten von rund 20 Millionen Euro rechnen
  • Kosten für Busse und Ladestationen teilen sich BSAG, Bund und Bremen
  • Bremerhaven setzt eher auf Busse mit Wasserstoff-Antrieb
Ein E-Bus der BSAG.

Die Bremer Straßenbahn AG will in den kommenden sechs Jahren bis zu 20 Elektro-Busse anschaffen. Das hat ein Sprecher des städtischen Unternehmens buten un binnen bestätigt. Ursprünglich war von 100 E-Bussen die Rede. Die BSAG hat ihre Zahlen aber inzwischen korrigiert.

Die Zeit drängt: Bis 2025 müssen laut einer EU-Vorgabe 45 Prozent aller neu angeschafften Busse emisssionsarm sein. Das wären in etwa diese 20 neuen Busse. Die Kosten für die Busse – schätzungsweise rund 20 Millionen Euro für Anschaffung und Infrastruktur – kann das Unternehmen nicht allein stemmen. Deshalb sollen der Bund und das Land mit ins Boot geholt werden. Vom Bund gibt es bereit seine Zusage. Gespräche mit dem neuen Senat soll es möglichst schnell geben, damit die BSAG schnell mit der Ausschreibung für die ersten E-Busse beginnen kann. Allerdings muss noch geklärt werden, wie der Kauf genau finanziert werden soll.

Die BSAG hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrere E-Busse getestet – mit Erfolg, sagte der Sprecher.

Bremerhaven plant dagegen aktuell keine Einführung von E-Bussen mit Batterie-Technik. Das sagte der Geschäftsführer von Bremerhaven Bus, Robert Haase, zu buten un binnen. Er nennt folgende Gründe: Anders als Bremen habe Bremerhaven die Stickoxid-Grenzwerte nicht überschritten und sei deshalb nicht im Förderprogramm des Bundes. Außerdem verfüge die BSAG aufgrund des Straßenbahnbetriebs über besseres technisches Know-How in Form von Werkstätten und Personal.

Man wolle die Koalitionsverhandlungen in Bremerhaven für mögliche Schritte abwarten. "Ein politischer Wille muss da sein", sagt Haase. Zudem favorisiere der Betrieb Busse mit Brennstoffzellen-Antrieb, sollte die EU-Vorgabe in nationales Recht umgewandelt werden. Derzeit werden solche Busse etwa in Köln getestet. Diesbezüglich werde ein weiteres Vorgehen geprüft. Davon verspreche man sich eine bessere Reichweite und auf Dauer wirtschaftliche Vorteile.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 9. August 2019, 7 Uhr