Gefährliche Kreuzung: Könnte der Brilltunnel wieder geöffnet werden?

Die Bremer Verkehrsbehörde prüft Tempo 30 im Bereich des Brills, um die Kreuzung zu entschärfen. Unsere Facebook-User haben noch eine andere Idee.

Wer zu Fuß oder mit dem Rad am Brill unterwegs ist, hat es nicht leicht: Bis zu vier Spuren plus Straßenbahngleise gilt es zu überwinden. Obendrein sind viele Fußgänger auf Höhe der Schlachte zu ungeduldig, um bis zur Ampel an der Martinistraße zurück zu laufen und versuchen die Bürgermeister-Smidt-Straße direkt zu queren. Nach einem schweren Unfall mit zwei Toten läuft die Suche nach Maßnahmen, die den Bereich sicherer machen würden. Auch unsere Facebook-User haben einen Lösungsvorschlag:

Der Brilltunnel! Aber natürlich müsste der umgebaut werden, um Barrierefreiheit zu gewähren. Wird aber niemals kommen, weil viel zu teuer. :( Da werden lieber noch 100 Menschen am Brill sterben...

Eddi Zerbst - 5. Juli 2018, 09:20 Uhr.

Jens Tittmann von der Verkehrsbehörde erteilt der Idee eine klare Absage: "Wir haben keine Veranlassung den Tunnel zu öffnen." Die Hauptfrage sei, warum die Leute unter anderem an der Schlachte einfach über die Straße gingen. "Sie könnten genau an der Stelle runter zur Weser und dann wieder hoch. Dann hätten sie so etwas wie einen Brilltunnel." Aber das sei vielen Menschen nicht bequem genug.

Die Leute würden den Tunnel nicht benutzen.

Jens Tittmann, Sprecher der Verkehrsbehörde

Vielmehr werde eine Öffnung das Problem noch verschärfen. Wenn Fußgänger regulär unter der Kreuzung durchgingen und die Ampeln oberhalb wegfielen, werde die gesamte Kreuzung noch unfallträchtiger. Darüber hinaus sei der Tunnel nicht barrierefrei und ein Angstraum, in dem sich viele Menschen nicht gerne aufhielten.

Die Unterführung am Brill wurde 2009 geschlossen. Die Passage war in den Jahren zuvor immer mehr heruntergekommen. Geschäfte schlossen nach und nach. Graffitis und Schmierereien säumten die Wände. Pläne, in der ungenutzten Unterführung eine Diskothek einzurichten, verliefen im Sande. Die Eingänge der Unterführung sind verschlossen. Das Amt für Straßen und Verkehr hat aber noch einen Behelfszugang, um regelmäßig unter dem Brill nach dem Rechten zu sehen.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. Juli 2018, 19:30 Uhr