Bremische Bürgerschaft will mit Täter-Prävention gegen Gewalt vorgehen

Video vom 14. Oktober 2021
Im Vordergrund ist eine Faust zu sehen, im Hintergrund kauert eine Frau auf einem Sessel.
Bild: Imago | Rolf Kremming
Bild: Imago | Rolf Kremming
  • Bremische Bürgerschaft stimmte für weitere Maßnahmen
  • Parteien waren sich einig
  • Täter-Prävention ein wichtiger Schritt – Anti-Aggressionsprogramme als Ansatz

Die Bremische Bürgerschaft hat sich parteiübergreifend für weitere Maßnahmen gegen häusliche Gewalt ausgesprochen. Im Mittelpunkt der von den Grünen initiierten Debatte stand die sogenannte Täter-Prävention. Dabei geht es beispielsweise um Anti-Aggressionsprogramme für Gewalttäter.

Täter-Prävention sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, darin waren sich alle Parteien in der Bürgerschaft einig. Es müsse alles dafür getan werden, um häusliche Gewalt zu verhindern. Anti-Aggressionsprogramme für Gewalttäter und -täterinnen seien dafür der richtige Ansatz und ein elementarer Baustein, sagte der CDU-Abgeordnete Marco Lübke.

Die FDP bedauerte, dass die finanziellen Mittel für Hilfseinrichtungen wie Frauenhäuser oft zu knapp bemessen seien. Die Liberalen forderten außerdem die Einrichtung einer Online-Beratung für Opfer und Täter, die rund um die Uhr erreichbar ist. Die SPD hob hervor, dass es schon ein vielfältiges Angebot im Land Bremen gebe, unter anderem die Fachstelle für Gewaltprävention Bremen und den Täter-Opfer-Ausgleich.

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Video vom 26. August 2021
Henrike Müller als Schulkind auf einem alten Foto mit Schultüte.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 14. Oktober 2021, 19:30 Uhr