Frosta in Bremerhaven profitiert vom Tiefkühl-Boom in der Corona-Krise

  • Umsatz des Lebensmittelproduzenten stieg 2020 um fast 30 Millionen Euro
  • Gewinn verdoppelt sich fast auf 25 Millionen Euro
  • Verluste im Bereich Gastronomie, Kantinen und Großkunden
Ein Mitarbeiter kontrolliert Fischstäbchen an einem Fließband in Bremerhaven.
Tiefkühlkost war im Corona-Jahr 2020 besonders beliebt. (Archivbild) Bild: DPA | Ingo Wagner

Das Bremerhavener Tiefkühlunternehmen Frosta hat 2020 deutlich mehr Umsatz gemacht. Nach Angaben des Unternehmens stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf 552 Millionen Euro. Der Gewinn hat sich mit 25 Millionen Euro so gut wie verdoppelt.

Weil Restaurants in der Corona-Krise schließen mussten, essen mehr Menschen zu Hause. Mit dem Zuwachs beim Zuhause-Geschäft konnte Frosta pandemiebedingte Verluste im Bereich Gastronomie, Kantinen und Großkunden auffangen. Außerdem seien damit auch die gestiegenen Kosten für Hygienemaßnehmen und Logistik abgefedert worden, sagte Frosta-Vorstand Felix Ahlers am Donnerstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz des Unternehmens. "Es konnte keiner absehen, dass so etwas passiert", so Ahlers. "Aber besonders konnte keiner absehen, dass wir in dieser Art als Firma funktionieren." Man habe sich nicht vorstellen können, dass dies mit den Einschränkungen überhaupt möglich sei.

Vegane Tiefkühlkost trägt zu Gewinnsteigerung bei

Gerade in den Lockdown-Monaten März und Dezember ging der Verkauf laut Frosta-Vorstand deutlich nach oben – mit Fischstäbchen, Backfisch und anderen Fertiggerichten. Zum Erfolg beigetragen hat auch der Verkauf von veganer Tiefkühlkost. Von den neuen Fischersatz-Produkten hatte sich Frosta aber sogar noch mehr versprochen. Doch der erwartete Umsatz wurde getrübt, weil Uni-Mensen und Schulkantinen geschlossen waren. Frosta beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiter, davon mehr als 700 in Bremerhaven.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Februar 2021, 18 Uhr