Straßengalerie: 6 Wandmalereien, die Bremen prägen

Wandbild von K. F. Krüger an der Hausfassade des Bremer AWO-Hauses an der Straße Auf den Häfen
Dieses Wandgemälde am Rembertiring kennt wohl jeder in Bremen. Bild: Imago | Eckhard Stengel

Gemälde finden sich in Bremen längst nicht nur im Museum — viele Gebäude werden durch Schmuckstücke geziert. Wir haben die spannendsten Werke zusammengetragen.

Das Gemälde von Oma und Opa am Rembertiring ist stadtbekannt. Gemalt hat sie Peter Karl Friedrich Krüger vor 45 Jahren. Diese Form der Kunst kann in Bremen häufiger bewundert werden. Hier ein kleiner Überblick:

1 Der Bremer Eisvogel

Ein Eisvogel als Wandgemälde in der Straße Am Dobben
Bild: Imago | Eckhard Stengel

Den eigentlich kleinen Vogel findet man in Übergröße im Steintorviertel Am Dobben. Gemalt hat den Vogel die Firma Hochkreativ aus Hannover. Zuvor zierte eine Friedenstaube die Wand des Hauses. Als sie verblast war, viel die Wahl für das neues Motiv auf den Eisvogel, nicht zuletzt wegen seiner Farbenpracht.

2 "Look at you, look at me"

Autos fahren an einem Bunker in der Überseestadt vorbei.
Bild: DPA | Sina Schuldt

Dieses riesige Gemälde findet man in der Überseestadt am Bunker. Gemalt hat es der Künstler Victor Ash schon 2009 beim evangelischen Kirchentag. Dafür hat er alle vier Seiten des 25 Meter hohen Bunkers bemalt.

3 Das Chamäleon im Viertel

Straßenszene am Ostertorsteinweg. Ein Chamäleon als Wandgemälde an einem Haus.
Bild: DP | Bildagentur-online/Schoening

Angebracht wurde das bunte Tier im Sommer 2014 von der Künstleragentur ATX Artworx und entwickelte sich fortan zu einem Wahrzeichen des Viertels. Im Jahr 2019 war das Werk verschwunden und nur noch eine karge weiße Wand zu sehen. Der Grund: Die Wand musste saniert werden. Allerdings soll das Gemälde bald wieder in frischen Farben erstrahlen. Die Finanzierung ist gesichert, nur der Zeitpunkt ist noch offen.

4 Anti-Kriegs-Wandbild und Gedenkort

Anti-Kriegs-Wandbild an einem früheren Luftschutzbunker im Bremer Stadtteil Gröpelingen-Ohlenhof.
Bild: Imago | Eckhard Stengel

Seit 1977 ziert das Wandbild "Nie wieder Krieg" vom Künstler Hermann Stuzmann die Mauern des Bunkers Halmerweg im Bremer Stadtteil Gröpelingen-Ohlenhof. Auf dem überdimensionalen Briefblock lassen sich nur noch die ersten Zeilen erkennen: "Liebe Herta! Nie wieder Krieg, haben wir ge...". Seit 2011 erinnert außerdem eine Gedenktafel am Bunker an zwei kommunistische Frauen, die in der Nachkriegszeit in den Baracken des ehemaligen Zwangsarbeitslagers im Halmerweg als erste Kindergärtnerinnen nach dem Krieg tätig waren.

5 Verewigter Sieg der Grün-Weißen Fußballer

Wandbild Double 2004 an der Werder-Turnhalle Hemelinger Straße
Bild: Radio Bremen

In der Hemelinger Straße in Peterswerder erstellte der Künstler Jub Mönster 2006 das Wandbild "Double". Damit verewigte er Werder Bremens sportlichen Erfolg von 2004, die gewonnene deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal-Sieg im selben Jahr. Die bemalte Wand gehört zur Hallensportanlage des Vereins und zeigt unter anderem Spieler wie Ailton, Johan Micoud und Tim Borowski.

6 "Down the rabbit hole" im Kunsttunnel zwischen Weser und Kunsthalle

Johann Büsen befestigt die bedruckten Papierbahnen an der Tunnelwand
Bild: Radio Bremen | Tanja Krämer

Inspiriert von Lewis Carrols "Alice im Wunderland" taucht der Betrachter in das Werk "rabbit hole", also Kanninchenbau, in den bunten Tunnel zwischen Kunsthalle und Weser ein. Die Eingänge zum Fußgängertunnel werden auch gerne mal übersehen, um so mehr lässt sich an den Wänden entdecken, wenn der Weg doch hindurch führt. Der Bremer Künstler Johann Büsen studierte an der Hochschule für Künste und gestaltete 2016 die Wände zunächst am Computer. Später wurde das gesamte Werk auf Papierbahnen gedruckt und 2017 im Tunnel angebracht.

Dieser Bremer malte "Oma und Opa" an das Haus am Bremer Rembertiring

Video vom 10. Mai 2021
Künstler Peter Karl Friedrich Krüger steht vor dem Mauerbild am Rembertiring, das ein altes Ehepaar zeigt, die aus dem Fenster gucken.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autoren

  • Johanna Kroke
  • Marie Roters Praktikantin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Mai 2021, 19:30 Uhr