Strom-, Gas- und Wassersperren: So will Bremen in Härtefällen helfen

  • Senat beschließt Härtefälle-Hilfen bei Strom-, Gas- oder Wassersperren
  • Anspruch bei außergewöhnlichen Notlagen
  • Senat schätzt Kosten auf 30.000 Euro jährlich
Eine Hand hält ein Handy ins Bild auf dem ein Stromzähler abfotografiert wurde.
Um Energiesperren zu verhindern, hat der Bremer Senat einen Hilfsfonds auf den Weg gebracht. Bild: Imago | Cord

Der Bremer Senat hat Hilfen für Menschen beschlossen, denen eine Strom-, Gas- oder Wassersperre droht. Der neue Härtefallfonds ist Menschen in außergewöhnlichen Notlagen vorbehalten. Er kann in Anspruch genommen werden, wenn das Jobcenter oder das Amt für Soziale Dienste für die Rückstände nicht einspringen und auch keine Ratenzahlung mit dem Versorgungsunternehmen vereinbart werden kann.

Mehrkosten wegen Corona-Krise

Nicht vom Härtefallfonds profitieren soll auch, wer wiederholt in solche Notlagen kommt und sein Verhalten nicht ändert oder wer unverhältnismäßig viel Strom, Gas oder Wasser verbraucht. Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) erwartet, dass im Schnitt jährlich bis zu 30.000 Euro erforderlich sein werden. Wegen der Corona-Krise geht sie für 2021 sogar von rund 40.000 Euro aus.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. November 2020, 18 Uhr