"Freipark" in Bremen: Wo Sie Maske tragen müssen – und andere Regeln

Der Bremer Freimarkt kommt – als "Freipark" und mit besonderen Auflagen. Wir erklären, welche Regeln für den Besuch unter Corona-Bedingungen gelten.

Das Riesenrad auf dem Freimarkt auf der Bürgerweide. Im Vordergrund sind Luftballons zu sehen, die zum Verkauf angeboten werden.
Kein Freimarkt wie jeder andere: Dieses Jahr bestimmt die Pandemie die Kirmes-Auflagen. (Archivbild) Bild: Imago | Michael Matthey

Der Freimarkt 2020 wird anders – so viel steht fest. "Freipark" statt Freimarkt heißt es vom 2. Oktober bis 1. November auf der Bremer Bürgerweide. Wie gewohnt gibt es Karussells und Stände, allerdings keinen Alkohol und keine Bierzelte. Wie wird dann ein Besuch auf dem Bremer Freipark aussehen? buten un binnen hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

1 Maskenpflicht

Zuständig für die Umsetzung des Hygiene-Konzepts sind die Bremer Schaustellerverbände. Auf Anfrage erläutert Susanne Keuneke, Vorsitzende des Verbands der Schausteller und Kaufleute Bremen (VSMB), dass ein Mund-Nasen-Schutz am Eingang, in den Sanitäranlagen, in den Fahrgeschäften und an den Ständen zwingend zu tragen sein wird. Beim Flanieren auf dem Gelände darf dann die Maske abgesetzt werden. Security-Mitarbeiter sollen den Besucherstrom im Blick behalten und gegebenenfalls verhindern, dass es zu großen Menschenansammlungen kommt. Außerdem appelliert Keuneke an die Besucher, dass sie sich an die Abstandsregel halten.

Wir appellieren an den vernünftigen Menschenverstand, dass man sich auf dem Gelände nicht zu nahe kommt. Auch wenn man in der Innenstadt unterwegs ist, achtet man schließlich darauf, sich ein wenig aus dem Weg zu gehen.

Susanne Keuneke, Verband der Schausteller und Marktkaufleute Bremen
Susanne Keuneke, Vorsitzende des VSMB

2 Ein- und Ausgänge

Nach aktuellem Plan wird es zwei Eingänge geben. Einer soll sich in Richtung Klangbogen befinden, allerdings eher mittig auf dem Gelände. Die Besucher kommen also nicht mehr direkt hinter dem Bahnhof rein. So soll mehr Platz im Anmeldebereich geschafft werden. "Deswegen sind wir auf dem Messegelände reingerückt", sagt Keuneke. Der zweite Eintritt wird auf dem Parkplatz am anderen Ende des Geländes sein. Die Ausgänge sollen neben den Eingängen eingerichtet werden.

3 Anmeldung vor Ort

Es wird keine Voranmeldungen geben, bestätigt Keuneke. "Sonst riskiert man, dass 4.000 Leute einen Nachmittag auf dem Freipark buchen, dann kommen sie nicht und wir dürfen trotzdem niemanden reinlassen." Eine Alternative wäre, Zeit-Slots zu vergeben. Das sei aber sehr kompliziert und in dem Zusammenhang nicht zielführend. Daher ist lediglich eine Anmeldung vor Ort vorgesehen.

4 Doch keine QR-Codes

Anders als vergangene Woche angekündigt, wird es voraussichtlich keine QR-Codes für die Registrierung am Eingang geben. "Wir wollen wissen, wie lange sich die Besucher auf dem Gelände aufhalten", so Keuneke. Daher müssen sich die Besucher am Ausgang "abmelden". Das sei für die Kontaktverfolgung bei eventuellen Corona-Fällen wichtig. "Und so schnell ging es technisch nicht."

Riesenrad auf dem Freimarkt
Die Besucher des "Freiparks" werden sich voraussichtlich nur am Eingang registrieren müssen - für die einzelnen Fahrgeschäfte ist keine gesonderte Anmeldung vorgesehen. Bild: Radio Bremen | Serena Bilanceri

Die Daten müssen also entweder per Hand auf Papier oder in vorausgefüllten Formularen abgegeben werden. "Es wird für den "Ischa Freipaak" eine eigene Webseite geben, dort können Formulare heruntergeladen, von den Besuchern ausgefüllt und mitgebracht werden", so Keuneke. Damit könne man Zeit am Eingang sparen.

5 Keine Registrierung in den einzelnen Fahrgeschäften

Für die einzelnen Karussells soll es keine gesonderte Anmeldung geben. Die Registrierungskarte, die man am Eingang in doppelter Ausfertigung bekommt, soll am Ausgang abgegeben werden.

6 Tickets

Die Tickets für die jeweiligen Fahrgeschäfte sollen wie üblich vor Ort verfügbar sein. "Jedes Karussell hat außerdem ein eigenes Hygiene-Konzept", sagt Keuneke. Für den Eintritt zum Freipark ist nach aktuellem Stand am Eingang ein Euro zu entrichten – allerdings nur für Menschen ab sechs Jahren.

Die VSMB-Vorsitzende weist allerdings darauf hin, dass sich mehrere Aspekte des Konzepts noch in der Planung befinden. Daher können sich in den kommenden Wochen Änderungen ergeben.

So soll der Bremer Freimarkt trotz Corona stattfinden – als Freipark

Video vom 11. September 2020
Der Bremer Freimarkt in der Dämmerung.
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Serena Bilanceri

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. September 2020, 19:30 Uhr