So sieht es aus, wenn die Weser tatsächlich "steiht"

Seit Jahren ist klar, wie die Bremer Eiswette ausgeht: Der Schneider kommt nur mit einem Schiff trockenen Fußes ans andere Ufer. Früher war das anders.

Zeitzeuge Hans Wefer erinnert sich noch: "Für uns war das nichts Besonderes." Er war 1946 elf Jahre alt und spielte mit seinen Freunden Fangen auf den meterhoch aufgetürmten Eisschollen an der Strandlust in Vegesack. "Dabei bin ich eingebrochen und saß plötzlich im Sand (damals war da noch Strand) – über mir drei Meter Eisblöcke." Zu Schaden kam Wefer glücklicherweise nicht, denn seine Freunde wussten ihm zu helfen: "Die anderen haben ihre Gürtel zusammengeknotet und ich konnte hochklettern", erzählt er.

Im Winter 1946/47 fror die Weser zum letzten Mal komplett zu. Auch im Winter 1986/87 war die Eisdecke dick, aber nicht an allen Stellen. In den vergangenen Jahren reichte es hingegen höchstens für ein paar Eisschollen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 4. Januar 2017, 23:20 Uhr

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