Fragen & Antworten

Bremen setzt weiter auf Präsenzunterricht an Schulen – unter Vorbehalt

Wie geht es nach den Ferien an Bremer Schulen weiter?

Video vom 20. Juli 2021
Schulkinder im Unterricht.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Noch haben die Sommerferien in Bremen und Bremerhaven nicht begonnen, aber schon jetzt steht die Frage im Raum: Wie geht es danach an den Schulen weiter?

Zwei Tage noch, dann starten die Schülerinnen und Schüler im Land Bremen in die Sommerferien. Dann heißt es erstmal, Abstand vom Unterricht zu genießen. Aber: Schon jetzt muss an die Zeit nach den Ferien gedacht werden. Am 2. September geht das neue Schuljahr los, die Frage ist nur: wie? Denn soviel ist sicher, die Corona-Pandemie wird auch dann noch nicht vorbei sein. Wie genau das an den Schulen in Bremen und Bremerhaven nach den Sommerferien laufen soll, hat buten un binnen für Sie gecheckt.

Was ist nach den Sommerferien angesagt, Distanz- oder Präsenzunterricht?
Es soll mit Präsenzunterricht losgehen. "Das wollen wir solange wie möglich aufrechterhalten", heißt es von der Bildungsbehörde. Das ist aber nicht in Stein gemeißelt. Die aktuelle Corona-Lage kann sich natürlich jederzeit verändern – auch zum Negativen. Das heißt im Umkehrschluss: Wenn es ganz schlecht läuft, ist womöglich wieder Homeschooling angesagt. Dann müssten die Schülerinnen und Schüler wieder von zuhause aus lernen.
Bremen schafft für die Klassenräume Luftfilter an. Können alle Schulen damit ausgerüstet werden?
"Weitgehend ja", heißt es von der Bildungsbehörde. Mehr als 2.500 Geräte wurden bereits gekauft, 60 Prozent der Schulen sind mittlerweile damit ausgerüstet. In Bremerhaven haben inzwischen auch fast alle Grundschulen Luftfilter. Damit es keine Lücken gibt, wird jetzt noch Immobilien Bremen aktiv. Das städtische Unternehmen fragt die Schulen ab, ob und wo noch Geräte fehlen. Die sollen dann bei Bedarf angeschafft werden.
Wie sieht es mit der Maskenpflicht nach den Ferien aus?
Da soll sich gegenüber der aktuellen Regelung nichts ändern und zumindest in den Klassenräumen keine Maskenpflicht geben. Anders sieht es außerhalb der Unterrichtsräume aus: Überall dort, wo sich viele Menschen begegnen – also zum Beispiel auf den Gängen oder in den Treppenhäusern – wird es wohl wie bisher eine Maskenpflicht geben. Ausgenommen davon sind die Grundschulen. Hier wird komplett auf eine Maskenpflicht verzichtet. Das alles kann sich natürlich ändern, wenn sich die Corona-Lage akut verschlechtert.
Müssen die Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien auch wieder Corona-Selbsttests machen?
Das wird wohl leider so sein. Aktuell ist vorgesehen, dass alle wieder zwei Schnellstets pro Woche machen müssen. Möglicherweise wird das sogar auf drei pro Woche ausgeweitet oder es kommen andere Testverfahren zum Einsatz. Das wird derzeit alles noch geprüft und die Bildungsbehörde hat sich nach eigenen Angaben noch nicht festgelegt, wie genau das an dieser Stelle nach den Sommerferien aussehen wird.
Warum hat sich Bremen noch nicht endgültig festgelegt?
Die Behörden wollen flexibel auf die Corona-Lage reagieren können. Deswegen gibt es zwar den oben genannten Plan, aber der kann sich noch ändern. Bremen hat laut Bildungsbehörde den Vorteil, in diesem Jahr erst spät in die Sommerferien zu gehen. Das heißt, man kann beobachten wie sich die Situation in anderen Bundesländern wie zum Beispiel Hamburg oder Nordrhein-Westfalen gestaltet. Es kann beobachtet werden, welche Maßnahmen gut funktionieren und welche nicht und darauf will Bremen dann entsprechend reagieren.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Die Vier am Morgen, 20. Juli 2021, 7:10 Uhr