Meinungsmelder

Meinungsmelder fordern weniger Flüge und mehr Grenzkontrollen

Eingeschränkter Flugverkehr könnte die Pandemie bremsen. Davon sind gut 80 Prozent der Radio Bremen Meinungsmelder überzeugt. Einige sprechen aber auch von "Aktionismus".

Fluggäste zu Corona-Zeiten an einem Flughafen (Symbolbild)
Je weniger Menschen sich in den Flughäfen tummeln, desto schlechter kann sich Corona ausbreiten, glaubt die Mehrheit der Radio Bremen Meinungsmelder. Bild: Imago | Sven Simon

Um Corona in den Griff zu bekommen, sollte Deutschland den Flugverkehr einschränken: 81 Prozent von 2.566 Radio Bremen Meinungsmelder, die sich an unserer Befragung beteiligt haben, sind von dieser Idee überzeugt. Lediglich 15 Prozent lehnen den Vorschlag ab.

Sollte der Flugverkehr eingeschränkt werden?

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Zur Begründung erklären viele Befragte, dass man "nichts unversucht" lassen dürfe, um die Seuche in den Griff zu bekommen. Wobei die meisten Meinungsmelderinnen und Meinungsmelder zwischen den Gründen für einen Flug genau unterscheiden. So sagt die 62-jährige Karin Wolf aus der Bremer Neustadt zu Flugreisen in der momentanen Situation: "Wenn es aus beruflichen Gründen sein muss, wäre es für mich okay. Sollte es sich um Urlaub oder Freizeitvergnügen handeln, lehne ich es ab."

Die 43-jährige Kirstin Monje aus Bremerhaven ist ganz anderer Meinung. Sie ist gegen eine Einschränkung des Flugverkehrs: "Was wird dem kleinen Bürger denn noch alles genommen?", fragt sie. Allenfalls sollten sich Geschäftsleute einschränken und weniger fliegen.

Der 79-jährige Dieter de Beek hält grundsätzlich nichts davon, den Flugverkehr einzuschränken. Er sagt, es sei nicht bewiesen, dass sich das Virus durch Flüge besonders verbreite: "Das kann ebenso per Bus oder Bahn passieren."

Was halten Sie von verstärkten Grenzkontrollen?

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Fast ebenso einhellig, wie die Befragten für weniger Flüge in der jetzigen pandemischen Lage stimmen, sprechen sie sich für verstärkte Grenzkontrollen aus: 77 Prozent sind dafür, nur 13 Prozent dagegen. Viele bezeichnen den Schritt gar als "überfällig". Beispielhaft sagt der 55-jährige Rainer Mick aus Bremen-Oberneuland: "Wenn man ganze Branchen und Bildungsangebote stilllegt, kann man nicht andererseits unkontrollierte Einreisen zulassen."

Es gibt aber auch Einwände. So sagt der 68-jährige Bremer Rolf Menzel: "Hundertprozentige Kontrollen kann es nicht geben, wirkungsvoller sind vermehrte Testungen."

Kaum jemand plant eine Reise

Unabhängig davon, was sie von verstärkten Grenzkontrollen halten, sagen 83 Prozent der Befragten allerdings klipp und klar, dass die derzeit diskutierten Reisebeschränkungen für sie praktisch gar keine Rolle spielen. Wegen der Corona-Pandemie habe man ohnehin nicht vor, das Land zu verlassen. Stellvertretend für viele sagt eine 71-jährige Befragte aus Niedersachsen dazu: "Ich verreise dann, wenn es zu verantworten ist."

Wie Corona die Urlaubsplanung der Bremer beeinflusst

Video vom 17. Januar 2021
Schilder verschiedener Fluggesellschaften, die an der Decke hängen.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Alexander Schnackenburg Autor

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 29. Januar, 19.30 Uhr