Bremen will Kulturbetriebe mit weiteren 10 Millionen Euro unterstützen

  • Kulturdeputation soll Donnerstag über Finanzspritze entscheiden
  • Geld soll Verluste bei Eintrittsgeldern abfedern
  • Einrichtungen müssen größeren Teil selbst einsparen
Video vom 29. Juni 2020
Der Eingang der Bremer Volkshochschule.
Bild: Radio Bremen

Das Kulturressort will Bremens Kulturlandschaft mit zusätzlichen zehn Millionen Euro vor der Corona-Pleite bewahren. Vor allem Einrichtungen, die sich sonst durch Eintrittsgelder finanzieren, benötigen finanzielle Hilfe. Das geht aus einer Vorlage für die Kulturdeputation hervor.

Den größten Teil ihrer Einnahmeausfälle müssen Bremens Kultureinrichtungen selbst stemmen. Rund 25 Millionen Euro dürften ihnen Corona-bedingt in diesem Jahr fehlen, schätzt die Behörde. 15 Millionen davon sollen die Kulturbetriebe selbst einsparen. Die anderen zehn Millionen will der Senat dazu geben. Bis September soll die Finanzierung stehen. Entweder kommt das Geld aus dem Bremen-Fonds oder aus Bundesmitteln.

Am stärksten ist der Finanzbedarf im Bereich kulturelle Bildung, gefolgt von Theater, Tanz und Musik sowie Museen und der Musikschule. Auch Initiativen für Bildende Kunst und Literatur sollen Zuschüsse erhalten. Einige Einrichtungen sind bereits so klamm, dass sie sofort Geld brauchen. Dazu zählen die Volkshochschule, das Breminale-Team und das gemeinnützige Projekt Tanzbar. Über die Mittelfreigabe entscheidet am Donnerstag die Kulturdeputation.

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Video vom 23. Juni 2020
Rot erleuchtetes Gebäude
Bild: Radio Bremen | Anna Berkhout

Autor

  • Michael Pundt

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Juni 2020, 14 Uhr