Größter Bremer Kita-Verband: "Es braucht einen langfristigen Plan"

  • Größter Träger von Bremer Kitas moniert Maßnahmen-Flickenteppich
  • Aktueller Stufenplan benachteilige manche Eltern
  • Verband fordert "planvolles Vorgehen zwischen Politik, Trägern und Eltern"
Ein Kind im Kindergarten spielt mit einem Buchstaben-Puzzle.
Eltern, die in Pandemiezeiten Familie und Beruf unter einen Hut bringen müssen, bräuchten dringend eine Planungsperspektive, heißt es vom Bremer Landesverband evangelischer Kitas. Bild: Imago | Cavan Images

Der Bremer Landesverband evangelischer Kitas fordert eine Überarbeitung der Regeln für die Notbetreuung in Bremen. Trotz der Bund-Länder-Konferenz vor wenigen Tagen seien alle Entscheidungen bezüglich Schulen und Kitas weiterhin Ländersache, zu befürchten sei ein "Flickenteppich ganz unterschiedlicher Regelungen", heißt es in einer Pressemitteilung. "Für alle, Eltern und Kitas, sind die ständig neuen Regelungen und jetzt auch noch die Notbetreuung mit einem erheblichen Abstimmungs- und Organisationsaufwand verbunden und eine erhebliche Belastung", kritisierte der Leiter des Landesverbands, Carsten Schlepper.

Darüber hinaus benachteilige der gegenwärtige Stufenplan Eltern, die im Homeoffice arbeiten, weil ihnen kein Kitaplatz zusteht. Das führe zu erheblicher Verärgerung bei den Betroffenen, heißt es weiter – auch, da nicht klar sei, wie eventuelle freie Plätze an wartende Eltern zu verteilen seien. "Wir brauchen eine Perspektive, mit der wir über die nächsten Wochen und Monate hinaus planen können (...) und ein planvolles Vorgehen, das zwischen der Politik, den Trägern und den Elternvertretungen abgestimmt wird", so Schlepper.

In Bremen und Bremerhaven betreibt die Bremische Evangelische Kirche insgesamt 65 Einrichtungen für rund 4.500 Kinder. Sie ist damit der größte freie Träger von Kitas im Land.

Bremer Kitas wieder im Notbetrieb

Video vom 28. Januar 2021
Eine Nahaufnahme der Regenstiefel eines sitzendes Kindes im Sandkasten.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Februar 2021, 12 Uhr