Forderung aus Hamburg: Häfen in Bremen und Hamburg sollen kooperieren

Am Containerterminal in Bremerhaven warten Container auf ihre Abfertigung.
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Bremen und Hamburg sollen ihre Häfen künftig gemeinsam betreiben
  • Das fordert der Mehrheitseigner der Spedition Kühne + Nagel
  • Zumindest Bremen scheint interessiert

Der Mehrheitseigner des großen Speditionsunternehmens Kühne + Nagel, Klaus-Michael Kühne, hat gefordert, dass Bremen und Hamburg ihre Häfen künftig gemeinsam betreiben. Dazu sollten beide Länder in einem Hafenunternehmen kooperieren, fordert Kühne in einem Schreiben an den Bremer und den Hamburger Senat.

Bremen signalisiert Gesprächsbereitschaft

Zumindest Bremen scheint interessiert: Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling sagte buten un binnen, sie habe dem Hamburger Unternehmer Kühne Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die Senatskanzlei sei gerade dabei, einen Termin abzustimmen. Aus Hamburg hieß es, der Senat sei immer gesprächsbereit.

Laut Deutscher Verkehrs-Zeitung hatte Kühne in seinem Brief an die Senatsressorts in Bremen und Hamburg angeboten, gegebenenfalls auch selbst Geld in eine Häfenkooperation einzubringen. Zahlen nannte er aber zunächst nicht.

Kühne fordert schnellere Einigung

Die Beteiligten sollten sich nun zusammenraufen, so Kühne, und die schleppend verlaufenden Gespräche über eine Zusammenarbeit vorantreiben. Einen echten Willen zur Einigung erkenne er eher auf Bremer denn auf Hamburger Seite, so der Unternehmer.

Nach Kühnes Überzeugung werden große Containerschiffe künftig vor allem direkt an der Küste abgefertigt. Das würde den Wettbewerbsdruck auf die Häfen in Hamburg und Bremerhaven erhöhen.

Mögliche Hafenfusion zwischen Bremen und Hamburg stößt auf Interesse

Video vom 18. August 2021
Im Hintergrund sind Containerbrücken von einem Hafen sichtbar. Davor sind Autos und Lkws zu sehen und Fahnen mit dem Schriftzug "Eurogate".
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • Dirk Bliedtner

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. August 2021, 19 Uhr