Distanzunterricht darf in Bremen nicht negativ in Noten einfließen

  • Im Land Bremen erhalten rund 73.000 Schüler Halbjahreszeugnisse
  • Noten sollen trotz Corona-Umständen gerecht sein
  • Distanzunterricht fließt nur im Notfall in Note mit ein
Enttäuschter Junge, 8 Jahre, sitzt zu Hause mit seinem Zeugnis aus der Grundschule auf der Treppe.
Heute bekommen rund 73.000 Schüler in Bremen ihre Halbjahreszeugnisse. Leher versichern, dass die Schülerinnen und Schüler trotz der Corona-Pandemie gerecht benotet werden. (Symbolbild) Bild: Imago | Bernhard Classen

Im Land Bremen werden heute die Halbjahreszeugnisse für rund 73.000 Schüler vergeben. Der Philologen-Verband und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind zuversichtlich, dass die Noten – trotz Corona – gut begründet sind.

Dafür, dass die Halbjahresnoten weitgehend gerecht sind, seien vor allem zwei Punkte entscheidend, heißt es von der Lehrer-Seite. Zum einen wurden die meisten relevanten Prüfungen schon vor Weihnachten durchgeführt, als Präsenzunterricht noch möglich war, erklärte die GEW. Zum anderen habe der Distanz-Unterricht insgesamt gut funktioniert, zum Beispiel mit digitalen Tests oder Video-Referaten.

Im Bremischen Schulgesetz ist zudem klar geregelt, dass der Distanzunterricht nur in die Noten einfließen darf, wenn es zwingend erforderlich ist, aber auf keinen Fall negativ. Das gilt zum Beispiel für Schulabgänger oder Viertklässler, die im Sommer auf weiterführende Schulen wechseln. Die Viertklässler bekommen allerdings im Halbjahreszeugnis keine Noten. Sie bekommen ein sogenanntes Kompetenzraster ausgehändigt, auf der anhand einer Skala von eins bis 10 bewertet wird, wie gut sie das Lernziel im jeweiligen Fach gemeistert haben.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 29. Januar 2021, 8 Uhr