10 Jahre Haft für Bombenbauer ist Staatsanwaltschaft nicht genug

  • Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft
  • Jetzt muss der Bundesgerichtshof entscheiden
  • Mann wurde wegen versuchten Mordes verurteilt
Der EIngang des Landgerichts Verden.
Mit dem Urteil des Landgerichts Verden gibt sich die Staatsanwaltschaft nicht zufrieden. Sie geht in Revision. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Zehn Jahre Haft für den Bombenbastler von Kirchdorf im Landkreis Diepholz – diese Strafe des Landgerichts Verden sind der Staatsanwaltschaft zu wenig. Sie hat jetzt Revision gegen das Urteil eingelegt.

Nun müsse sich der Bundesgerichtshof mit dem Verdener Urteil gegen den Bombenbauer von Kirchdorf beschäftigen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Verden. Das hatte den 53-jährigen Mann vor rund zwei Wochen zu den zehn Jahren Haft wegen versuchten Mordes verurteilt.

Bombe aus Alltagsgegenständen selbst gebaut

Der Mann hatte mehrere Alltagsgegenstände mit Schwarzpulver zu Bomben umgebaut und auf dem Hof seiner Familie in Kirchdorf im Landkreis Diepholz deponiert. Als sein ahnungsloser Neffe und dessen Tochter ein präpariertes Rohr hochhoben, war es explodiert und hatte beide verletzt. Jede der Bomben für sich hatte eine tödliche Sprengkraft. Der Staatsanwalt hatte deshalb lebenslange Haft gefordert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. April 2019, 16 Uhr