BKA analysiert die illegalen Machenschaften von Familienclans

  • Bremen ist ein Schwerpunkt der Clankriminalität
  • Zum ersten Mal legt BKA besonderen Fokus auf Clans
  • Ermittlungen sind schwierig
BKA-Präsident Holger Münch
Der Chef des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, legt in seinem aktuellen Lagebild besonderen Augenmerk auf die Clankriminalität. (Archivbild) Bild: DPA | Wolfgang Kumm

Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, stellt an diesem Dienstag in Berlin das aktuelle Lagebild zur Organisierten Kriminalität vor. Neu ist diesmal ein besonderes Augenmerk auf arabische und kurdische Familienclans. Die sind vor allem in Bremen, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ein Problem. Weil diesen Verbrecherbanden in der Regel nur Familienmitglieder angehören, ist es für die Polizei oftmals schwierig, an Informationen zu kommen.

Das BKA soll die Polizeibehörden der Länder hier künftig unterstützen – auch wenn es darum geht, die Abschiebung eines kriminellen Clan-Mitglieds vorzubereiten. Mit dabei auf dem Podium in Berlin ist Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Er verweist seit Monaten auf die laut Polizeistatistik insgesamt gesunkene Kriminalitätsbelastung und die gestiegene Aufklärungsquote. Der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, verlangt von den Bundesländern, mehr Personal für den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität bereitzustellen.

Wie groß ist das Problem mit Familienclans in Bremen?

Video vom 2. August 2018
Polizeichef Daniel Heinke während eines Interviews in seinem Büro.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 24. September 2019, 23:30 Uhr