Ex-Halter von Hündin Betty in Delmenhorst zu Geldstrafen verurteilt

  • Angeklagte müssen jeweils 1.200 Euro Geldstrafe zahlen
  • Richter verurteilt Ex-Halter von Hündin Betty wegen "Unterlassung"
  • Hündin war schwer verletzt gefunden worden
Video vom 25. März 2021
Hündin "Betty" liegt im Rasen und wird gestreichelt, dabei hat sie die Augen geschlossen.
Bild: Radio Bremen | Josephine Gotzes
Bild: Radio Bremen | Josephine Gotzes

Die ehemaligen Halter der Bulldogge Betty sind am Donnerstag zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten seien mit der Situation überfordert gewesen, begründete der Delmenhorster Richter sein Urteil. Es habe sich nicht um eine aktive Herbeiführung der schweren Verletzungen der Hündin gehandelt, sondern um "Unterlassung". Beide Angeklagte müssen jeweils Geldstrafen von 1.200 Euro zahlen.

Verletzte Betty zu spät zum Arzt gebracht

Sie gaben im Prozess an, dass sich Betty mit dem Pitbull-Rüden Odin, der ebenfalls im Haushalt wohnte, nicht gut verstand. Deshalb wurden die Tiere getrennt, wenn die Halter das Haus verließen. Einmal vergaßen die Angeklagten demnach jedoch, die Haustür abzuschließen, die Betty im Garten und Odin im Haus sicher trennte. Als sie zurückkamen fanden sie Betty schwer verletzt. Betty war nicht offiziell angemeldet und den Angeklagte hatte noch andere Vorstrafen. So dachten sich die beiden die Lüge aus, Betty am Straßenrand gefunden zu haben, gaben sie vor Gericht zu Protokoll. Schließlich gingen sie erst zu spät mit der Hündin zum Tierarzt.

Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen

Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Zuerst stand der Verdacht von organisierten Hundekämpfen im Raum. Diesen Vorwurf hatte die Staatsanwaltschaft aber schon vor Prozesseröffnung nicht erhärten können – und fallengelassen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. März 2021, 19:30 Uhr