"MSC Zoe": Bergung der Container verzögert sich

  • Niederländisches Bergungsschiff sollte Freitag Arbeit aufnehmen
  • "MSC Zoe" verlor auf Weg nach Bremerhaven 291 Container
  • Bergungsschiffe konnten noch nicht auslaufen
Die MSC ZOE nach Containerverlust in der Nordsee.
Die meisten der verlorenen Container der "MSC Zoe" sind inzwischen geortet. (Archivbild) Bild: Havariekommando Cuxhaven

Die Bergung von knapp 300 Containern aus der Nordsee nach der Havarie des Frachtschiffes "MSC Zoe" verzögert sich. Die niederländischen Bergungsschiffe konnten noch nicht zum Einsatzgebiet auslaufen, sagte eine Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft.

Ob die Bergung noch am Freitag starten kann, ist noch unklar. Eigentlich sollten heute die ersten Container an der Ems-Mündung nahe der deutschen Grenze geborgen werden.

Eines der Bergungsschiffe ist wegen schwieriger Wetterbedingungen noch nicht aus Norwegen eingetroffen. Bei einem zweiten ist die technische Ausrüstung komplizierter als gedacht. Ein drittes kleineres Schiff sei ausgelaufen, es soll die genaue Lage der Container im Wattenmeer feststellen.

Die meisten Container liegen auf dem Meeresboden

Die Bergung wird vermutlich mehrere Monate dauern. Die fast 300 Container hat die "MSC Zoe" in der Nacht zum 2. Januar bei stürmischer See verloren. Die meisten Behälter liegen auf dem Meeresboden nördlich der niederländischen Wattenmeerinseln, rund 20 wurden bei Borkum geortet. Zwei Container enthielten gefährliche Stoffe.

Die meisten Behälter im Meer wurden geortet, viele von ihnen liegen in der stark befahrenen Fahrrinne nördlich der niederländischen Wattenmeerinseln. Die Schweizer Reederei des havarierten Frachters hat zugesichert, alle Kosten der Bergung zu tragen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 11. Januar 2019, 7 Uhr