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Warum Bremer Weihnachtsgeschenke dieses Jahr früher kaufen sollten

Warum Sie Weihnachtsgeschenke dieses Jahr etwas früher kaufen sollten

Audio vom 9. Oktober 2021
Rückenaufnahme eines Kleinkindes beim Auspacken von Weihnachtsgeschenken. Im Hintergrund Weihnachtsschmuck
Bild: DPA | Mascha Brichta
Bild: DPA | Mascha Brichta

In gut zweieinhalb Monaten ist Weihnachten. Was dabei nicht fehlen darf: Geschenke und passende Deko. Die sind in diesem Jahr aber nicht so leicht zu bekommen.

In elf Wochen ist es wieder soweit – das Weihnachtsessen ist im Ofen, es duftet nach Zimt und Lebkuchen, der Baum ist geschmückt, darunter liegen viele Geschenke für Groß und Klein. Allerdings könnt es dieses Jahr für einige in Bremen und Bremerhaven eine unangenehme Überraschung unterm und am Weihnachtsbaum geben. Denn Weihnachtsgeschenke und -deko könnten knapp werden – aufgrund von Lieferproblemen.

Wo gibt es die größten Schwierigkeiten?
Das fängt bei den klassischen Gesellschaftsspielen an, geht über Fahrräder, Lego, bestimmte Sportartikel, Schuhe und hört bei den Geräten mit einem großen E auf, wie beispielsweise E-Scooter, Spielekonsolen, Handys oder Tablets. Eine Sprecherin einer großen Elektronikkette sagte auf Nachfrage von buten un binne, dass die Lager noch relativ gut gefüllt sind, allerdings erwartet man in den kommenden Monaten Lieferengpässe genau bei diesen ganzen Geräten. Im Laden selbst sieht es aber anders aus – da heißt es, man hat nur noch das, was auf der Fläche ist – danach sieht’s duster aus.
Und diese Engpässe betreffen auch die Weihnachtsdeko?
Ja, hier trifft es vor allem Dekorationen aus Holz und alles, was eine Lichterkette integriert hat. Allerdings gibt es da einen Unterschied. Die großen Händler und Baumärkte haben ihre Ware schon, weil sie frühzeitig auf andere Transportwege umgestiegen sind. Das können die kleinen Händler nicht, weil sie nicht die Möglichkeiten haben, sich ihre Waren per Flieger schicken zu lassen. Deswegen könnten besonders die kleinen Läden von den Lieferengpässen betroffen sein. Dementsprechend ist die Angst groß, dass die Kundinnen und Kunden zu den Großen abwandern.
Woran liegt es genau, dass es diese Lieferengpässe gibt?
Das hat mehrere Gründe: zum einen waren Fabriken in den Herstellungsländern wegen Corona geschlossen, dann haben Container zum Transport gefehlt und es gab Staus in den Häfen. Dazu kommt noch der Rohstoffmangel. Beispielsweise fehlen die Mikrochips für die technischen Geräte oder auch Kunststoffgranulat, aus dem Spielzeuge hergestellt werden. Auch die Ressource Holz ist im Moment knapp. Zudem könnten Deko und Geschenke bis zu 15 Prozent teurer werden – was an der Preissteigerung für den Transport liegt.
Wie wirken sich diese Umstände auf die Stimmung der Kundinnen und Kunden und auch bei den Verkäuferinnen und Verkäufern aus?
Insgesamt zeigten sich die Kunden auf Nachfrage ziemlich entspannt. Wenn sie nichts mehr bekommen, schenken sie entweder weniger oder Geld. Die Verkäufer sind meistens auch gelassen, weil sie ja nichts an der Lage ändern können. Der Tipp ist: für Geschenke dieses Jahr vielleicht ein bisschen eher loszugehen und für Deko, wenn man sie beim kleinen Händler holen will, ein bisschen später. Das gilt sowohl für online, als auch für den stationären Handel.

Warum dieses Jahr die Weihnachtsgeschenke in Bremen knapp sind

Video vom 8. Oktober 2021
Ein Spielzeuggeschäft mit halbvollen Regalen und eiem Verkäufer.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Fabian Metzner

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 7. Oktober 2021, 11:38 Uhr.