Autoumschlag bei BLG in Bremerhaven auf Rekordtief seit 10 Jahren

  • Erstmals seit zehn Jahren schlägt die BLG weniger als zwei Millionen Autos um
  • BLG gibt laut "Nordseezeitung" den Corona-Lockdown im Frühjahr als Grund an
  • Bilanz soll erst im Frühjahr vorgestellt werden
Autos werden auf ein Schiff verladen auf dem BLG-Autoterminal in Bremerhaven.
Dieses Jahr schlug die BLG erstmals seit zehn Jahren weniger als zwei Millionen Autos um. (Archivbild) Bild: Radio Bremen

Der Autoumschlag ist in Bremerhaven in diesem Jahr um 26 Prozent eingebrochen. Wie die "Nordseezeitung" berichtet, rechnet der Logistikdienstleister BLG für 2020 lediglich mit 1,6 Millionen Ein- und Ausfuhren von Fahrzeugen. Das ist der größte Einbruch seit seit zehn Jahren, seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende der 2010er Jahre. Ab 2011 hatte die BLG regelmäßig mehr zwei Millionen Fahrzeuge umgeschlagen.

Grund für den starken Einbruch in diesem Jahr ist laut BLG der Lockdown in vielen Ländern im Frühjahr. Das hat uns stark getroffen, sagte eine Unternehmenssprecherin der Zeitung. Seit dem Sommer würden die Exporte vor allem in den asiatischen Raum jedoch deutlich anziehen.

Wie stark der Einbruch beim Container-Umschlag in diesem Jahr sein wird, ist noch nicht bekannt. Für die ersten neun Monate verzeichnete das Häfenressort einen Rückgang von sieben Prozent. Die übliche vorgezogene Jahres-Bilanz-Pressekonferenz der Häfen wurde abgesagt. Die Bilanz soll jetzt erst im Frühjahr vorgestellt werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Dezember 2020, 12 Uhr