Prozessauftakt gegen mutmaßliche Drogenhändler in Bremen

  • Drogen-Prozess gegen fünf Männer vor dem Bremer Landgericht
  • Sie sollen Kokain und Cannabis im großen Stil verkauft haben
  • Schwarzmarktwert der Drogen soll bei mehreren Millionen Euro liegen
Landgericht Bremen
Vor dem Bremer Landgericht sind fünf Männer angeklagt, weil sie im großen Stil mit Drogen gehandelt haben sollen. (Archiv) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Fünf Männer aus Bremen müssen sich ab Dienstag vor dem Landgericht verantworten, weil sie mit großen Mengen Cannabis und Kokain gehandelt haben sollen. Damit haben sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mehrere Millionen Euro kassiert.

Europaweites Drogen-Netzwerk

Die Angeklagten sollen Teil eines europaweiten Netzwerks von Drogenhändlern gewesen sein. Dieses flog auf, nachdem IT-Experten der französischen und der niederländischen Polizei verschlüsselte Nachrichten der Verdächtigen entziffern konnten. Darin sollen sich die mutmaßlichen Drogenhändler sehr offen und detailliert über ihre Straftaten ausgetauscht haben.

Diese Informationen sorgten im vergangenen September für etwa 1.000 Festnahmen in Westeuropa. Damals konnten auch die fünf Verdächtigen aus Bremen gefasst werden. Sie sollen zwischen 2019 und 2020 über mehrere hundert Kilo Cannabis und Kokain eingeführt und verkauft haben. Ein Urteil wird Ende Juni erwartet.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 2. März 2021, 11 Uhr